Brief an Thomas

McLeod Ganj, Juli 2008

Lieber Thomas!

Du sagtest ich sollte schreiben weshalb ich schreibe oder was ein Schreibraum sei für mich.

Ich bin in Indien. Ist das ein Raum in dem man schreiben kann? Gedanken, Dinge, die dich beschäftigen, augenblicklich, über dich, weil du hier bist oder über dich, weil du nicht zu Hause bist. Aber was ist das schon und wo bist du jetzt? Hier zu schreiben. In einem Raum.

Ist ein Zugabteil ein Raum? Eine Zugfahrt in einem Zugabteil von Wien nach Leibnitz. Da sitzen dir Menschen gegenüber, die du nicht verstehst, obwohl sie dieselbe Sprache sprechen wie du, nur eben nicht deine. Da sitzen dir Menschen gegenüber, die dir Geschichten erzählen, die du nicht hören willst, eben wegen der Sprache. Wegen deiner und auch wegen ihrer. Da sitzen dir Menschen gegenüber, die dir Geschichten erzählen, weil sie eben auch sonst niemanden haben, der sie hört. Die Geschichten. Da zückst du unauffällig deinen Stift aus der Tasche, tust so als wolltest du etwas notieren. Ihre Not dein Regulativ. Und benutzt sie und ihre Unwissenheit, so wie sie dich benutzen. Schaffst dir deinen Raum. Brief an Thomas weiterlesen

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Peter gewinnt den „Natur pur“ Wettbewerb!

Peter bei der Natur-pur Lesung

Zum Finale des ihres diesjährigen Literaturwettbewerbs hatte die Bücherei Margarethen 11 AutorInnen zur Finallesung nach Wien geladen. Jede TeilnehmerIn durfte den eingesandten Text vor (zahlreich erschienenem) Publikum lesen, und wurde anschließend von diesem benotet. Nach einer ebenfalls unter dem Motto „Natur pur“ stehenden Fotoshow hatte die Jury die abgegebenen Stimmzettel ausgewertet und der Präsident der Wiener Büchereien konnte das erfreuliche Ergebnis bekannt geben: Peter Heissenberger wurde vom Publikum für seinen Apfelkrimi das beste Zeugnis ausgestellt. Neben den literarischen Lorbeeren für sich und Grauko durfte er auch den Gutschein für einen Urlaub im Nationalpark Thayatal mit nach Hause nehmen.