Neue Sendung am 7.2. um 18.00

!Die Sendung kann schon nachgehört werden!

So schnell gehen 4 Wochen vorbei: Wenn morgen die Sonne untergeht legen sich sieben Schattierungen von Grau(ko) über die Stadt. So schnell gehen 6 Wochen vorbei: Wenn nächsten Dienstag die Sonne untergeht stehen Millionen von Männern mit Blumen in der Tür. Und Millionen von Frauen fragen sich gespannt:  Geschmackvoll? Echt? Oder doch wieder einmal darauf vergessen?

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Was sich die Autorinnen und Autoren von Grauko beim Thema Valentinstag denken, das könnt ihr schon eine Woche davor, am Dienstag den 7.2. von 18 bis 19 Uhr auf der Welle von Radio Helsinki hören, auf 92.6 oder im Livestream.

Auf dem Programm stehen Texte von Isolde Bermann, Maria Edelsbrunner, Peter Heissenberger, Margarita Kinstner, Kuno Kosmos, Veronika Unger und Thomas Wollinger (in dieser Reihenfolge) dazu Musik, die zu den Texten passt, live im Studio kommentiert von unserem Moderatorenduo Isolde & Peter.

Wer zum obigen Zeitpunkt beschäftigt gewesen sein sollte, der kann die Sendung inzwischen – wie jetzt schon alle alten Ausgaben – im Internet nachhören.

Die nächste Ausgabe von 7shoG gibt’s am 7. März um 18.00 zum Thema „Fastenzeit“.

Maria Edelsbrunner auf Radio Helsinki

Ja, nicht nur Grauko macht eine Radiosendung mit Grauko-Mitgliedern, auch „andere“ entdecken unsere Talente, in diesem Fall ist es Gerhard Weißensteiner, der in seiner Sendung „Mit den Ohren lesen und schreiben“ die Gewinner des Literaturwettbewerbs WORTSCHATZ zu einem „hörspielartigen Erlebnis“ „verlebendigt“.

Marias Geschichte heißt: „Das ist nicht dieses Kindes Mutter“.

Siehe http://helsinki.at/programm/64846

Der Sendetermin: Dienstag, 31. Jänner 2017, 20h00 – 21h00. Radio Helsinki, 92,6 MHz.

„Mörder, Biografen und Radieschen“ bereit zum nachhören im Netz!

Für alle, die unsere Sendung am Dienstag Abend nicht live anhören konnten. Und natürlich auch für alle, die sie noch einmal hören wollen, gibt es „Mörder Biografen und Radieschen“ ab sofort im Archiv.

Und natürlich findet ihr dort auch weiterhin:

Die Weihnachtssendung vom 13.12. mit unserem Studiogast Franz K, seinem „weihnochtn is“ und einigen Texten, der Zeit entsprechend.

Und die Pilotsendung vom 22.11., in der wir unser Sendungskonzept erstmals ausprobiert haben und  jeden der 7 Graukos mit einem kurzen Text zu Wort kommen lassen.

Viel Vergnügen!

Die ersten beiden Sendungen sind im Archiv!

Wer sich vor der morgigen dritten Ausgabe von „7 shades of Grauko“ einhören möchte, der kann das ab jetzt tun. Ab sofort könnt ihr die Sendungen aus dem Archiv der freien Radios Österreichs nachhören.

Die Pilotsendung vom 22.11., in der wir unser Sendungskonzept erstmals ausprobiert haben und  jeden der 7 Graukos mit einem kurzen Text zu Wort kommen lassen.

Und die Weihnachtssendung vom 13.12. mit unserem Studiogast Franz K, seinem „weihnochtn is“ und einigen Texten, der Zeit entsprechend.

Und nicht vergessen, morgen 10.1. um 18.00!

Mörder, Biografen & Radieschen

Willkommen im neuen Jahr, liebe Freunde von Grauko! Und damit dieses für uns alle auch literarisch gut losgehen wird, dafür wird die nächste Ausgabe unserer on-Air Lesebühne „7 shades of Grauko“ auf Radio Helsinki sorgen.

Pünktlich dem fixen 4 Wochen Rhythmus folgend, geht sie am Dienstag, dem 10.1. um 18.00 über den Sender von Radio Helsinki und trägt den Titel „Mörder, Biografen & Radieschen“.  Gast im Studio ist wieder Margarita Kinstner.

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Margarita bei unserer ersten Sendung

Doch diesmal wird Margarita als Co-Modertorin einspringen, da der Großteil der Sendung im Zeichen des Romans „der Mörder und seine Biografen“ von Thomas Wollinger und Isolde Bermann stehen und Isolde daher in die Rolle des Stargasts schlüpfen wird.

Außerdem werden wir die neue und zugleich 10-Jahres-Jubiläumsausgabe „Dach und Fach“ der Literaturzeitschrift &Radieschen präsentieren.

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Mit einem Zusammenschnitt der Präsentation  im Café Anno und Texten von Andi Pianka, Wilhelm Hengl, Karl Kreiner, Peter Bröckerhoff und Markus Grundtner.

All das zu hören wie immer in Graz auf 92.6 und weltweit im Livestream.

!!! Achtung, breaking news!!! Hier kann man die Sendung nachhören.


INFOS ZUR VORGESTELLTEN LITERATURZEITSCHRIFT & RADIESCHEN

Wer das & Radieschen bestellen möchte, tut dies am besten unter abo@radieschen.at.

Für alle, die selbst schreiben: Der nächste Einsendeschluss zum Thema „Kopf und Kragen“ ist bereits der 15. Jänner 2017. Wer nicht so schnell ist, kann sich auch zum bis zum 15. Juli 2017 etwas zum Thema „Tod & Mordschlag etwas einfallen lassen. Einsendungen bitte an redaktion@radieschen.at.

Bitte maximal einen Prosatext zu max. 8000 Zeichen (incl. LZ) einsenden oder maximal 3 Gedichte. Es werden nur UNVERÖFFENTLICHTE Texte angenommen. Als Belohnung gibt es ein Belegexemplar.

Die Homepage radieschen.at findet ihr ab Feber 2017 wieder im Netz 🙂

 

Sendetermin für 7shog: Dienstag 18.00

Jetzt steht es also fest. Unsere Radiosendung „7 shades of Grauko“ geht ab sofort jeden 4. Dienstag um 18.00 über die Welle von Radio Helsinki! Und die erste Folge wird schon nächste Woche (13.) gesendet. img_0395k

Isolde Bermann und ihr Moderatorenkollege Peter Heissenberger freuen sich dabei besonders auf ihren Gast, den Liedermacher Franz K,

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Liedermacher Franz K

der seine neue CD mit dem Weihnachtslied „weihnochtn is“ im Studio vorstellen wird. Das bevorstehende große Fest wird sich überhaupt wie ein roter Faden durch die Sendung ziehen, darauf aufgehängt Texte  von Isolde Bermann, Kuno Kosmos,  Margarita Kinstner und Peter Heissenberger.

Zu hören das alles wie gesagt am 13.12. um 18.00  und wie gewohnt auf 92.6 im Raum Graz und weltweit im Internet. Für alle, die im Adventstress nicht dazu kommen, gibt es in Zukunft alle unsere Sendungen über diese Seite auch zum Nachhören.

7 Shades of GRAUKO – 00/ 01

Liebe GRAUKO-Hörerinnen und – Hörer!

In Kürze startet unsere monatliche Sendung auf Radio Helsinki mit dem Titel „7 Shades of GRAUKO“ – damit sind wir die erste Lesebühne on Air. Selbstverständlich werden Sie in Zukunft all unsere Sendungen auf unserer Website  nachhören können.

7shog – das erste Mal live on air!

Am Dienstag um 14:00 erklang erstmals der 7shog-Jingle auf Radio Helsinki.

Die erste Sendung (wenn von Radio Helsinki auch als Probesendung geführt, bekommt sie von uns den Titel „Sendung 01“) ist bekanntlich immer die aufregendste. Das erste Mal ganze 60 Minuten lang live on air!

Peter Heissenberger schiebt die Regler, wechselt CDs, spielt die vorab eingesprochenen Textpassagen der einzelnen Mitglieder ab, dreht an den Lautstärkereglern, fährt die Studiomikros herunter – und plaudert ganz nebenbei mit seiner Kollegin Isolde Bermann, als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan.

In unserer ersten Sendung plauderten wir über Bob Dylan, den Literaturnobelpreis, Leonhard Cohen, das Trauerjahr 2016 und den ebenfalls unvergessenen Franz Hofer. Außerdem hören Sie von jedem unserer Mitglieder eine 3-minütige Textpassage. Demnächst hier auf grauko.com!

 

Vorab können Sie schon einmal in die Live-Übertragung des Basis Workshops hineinhören,  während der Peter Heissenberger und Isolde Kerstin Bermann GRAUKO und die neue Sendung das erste Mal vorstellten.

 

Noch steht der künftige Sendetermin nicht fest – sobald wir diesen wissen, bekommen Sie eine Benachrichtigung. Für alle, die nicht live dabei sein können, werden wir Links zum Nachhören aller Sendungen setzen.

Wir wüschen allen eine gute Entspannung und viel Freude mit Seven Shades of GRAUKO!

7 shades of Grauko – Pilotsendung

Jetzt wird es langsam ernst. Nächste Woche, am Dienstag den 22.11. um 14 Uhr geht die erste Ausgabe unserer Radiosendung „7 shades of Grauko“ über den Sender von Radio Helsinki. In Graz auf 92.6 zu empfangen und im Rest der Welt als live-Stream im Internet. img_0375Die Vorbereitungen für die Pilotsendung laufen schon auf Hochtouren. Unsere Sendungsmacher Isolde Bermann und Peter Heissenberger (s.o.) haben bereits einige Stunden im Vorproduktionsstudio von Radio Helsinki verbracht. um unserem Publikum eine möglichst gelungene Sendung vorzubereiten, in der wir Grauko einmal allgemein vorstellen möchten.

Diese erste Sendung wird noch im Rahmen der Probebühne am Dienstag Nachmittag gesendet, dann erst werden wir einen eigenen Sendungstermin bekommen, an dem wir in Zukunft alle 4 Wochen unsere „7 shades“ präsentieren werden.

Und wer zum live Zuhören keine Zeit hat, keine Angst, wir werden alles zum Nachhören über diese Homepage anbieten. Hier kann man schon einmal den Jingle hören

 

ABC – Die August Becker Charts im November

Killing me softly

Wenn Musiker aus den schattigen Winkeln der Gesellschaft ins Rampenlicht treten, haben sie grundsätzlich mehr künstlerische Bandbreite als jene, die schon immer an der Sonne agiert haben. Sie berichten Ungehobeltes aus dem Dunkel und drehen dabei an den Knöpfen von Leben, Liebe und Tod, in bislang ungehörten Tonfolgen, die wie selbstverständlich Musik­geschichte schreiben.

In Letzterer wimmelt es aber auch von Menschen, die an der Sonne aufgewachsen sind, die Tonleitern ebenso geduldig geübt haben wie Lesen, Schreiben und Ballett, und deren Liedern naturgemäß das Pathos der schattigen Winkel fehlt. Eine davon, Lori Lieberman, ist der Katalysator dieser Kolumne. Als Tochter eines hoch angesehenen Ingenieurs mit Job in der Schweiz kam sie schon als Kind viel herum und kannte auch so manchen Künstler aus Hollywood. Als die 68er ausbrachen, zählten Liedermacherinnen der ersten Stunde wie Joan Baez, Judy Collins oder Joni Mitchell zu ihren Vorbildern, also schlüpfte sie wie diese in bodenlange bunte Ethno­kleider, schnappte sich eine Gitarre, besang dazu ihre Sicht der Liebe und ließ ihre langen Haare im Winde wehen.

Keinen hat’s gekümmert, aber wozu hat man Freunde in der Musikbranche? Norman Gimbel, ein nimmermüder Librettist, der tagaus, tagein ungewöhnliche Phrasen wie auch Melodien jagte, um daraus bzw. dazu Liedtexte zu machen (einer davon hieß Boy from Ipanema), legte ihr einen Song über einen Sänger samt Song vor, von dem der Ich-Erzähler derart ergriffen ist, dass er daran zu sterben vermeint, und klein Lori meinte begeistert, ja, so ein Erlebnis habe sie schon mal gehabt, neulich bei einem Konzert. Brav studierte sie den Song über das Mordslied und den Mordssänger ein, aber leider hat auch das keinen gekümmert.

Weil jedoch Produziertes auch gespielt werden muss, vor allem, wenn ein Gimbel dahinter steht, kam der Song vom musikalischen Mord auf die Playlist eines Flug­zeuges, in dem eines Tages Roberta saß, die, in schattigen Winkeln aufgewachsen, jenen musikalischen Fanatismus mitbrachte, der Killing me softly zu einem Klassiker werden ließ. Noch im Flugzeug transkri­bierte sie das Gehörte, besserte ihrer Meinung nach unpassende Akkorde aus und besaß zwei Tage später die Lizenz, den Song zu covern, der mit sechs Wochen an der Spitze der Charts zum Lied des Jahres 1973 gewählt wurde. Besser kann man die Performance von Sonnen- und Schattenkindern in der Popmusik nicht beschreiben.

Der Sänger, dessen Konzert Lori Lieberman damals besucht hatte, war übrigens Don McLean, der Killersong hieß angeblich Empty Chairs, dessen Zwilling Vincent vielen besser gefällt, so wie auch mir. Don soll ziemlich betroffen gewesen sein, als er von seiner Wirkung auf Lori erfuhr. Dass Gimbel den Titel und die Idee zu dem Song aus einem Roman geklaut hatte, den er zu einem Musical umdichten hätte sollen, konnte Don ja nun wirklich nicht wissen.

 

Grauko kommt nach Wien!

507324569_930e70a6aa_zAllerheiligen, Allerseelen, Allergrauko! So steht es jedes Jahr Anfang November fix im Kalender. Somit darf niemand überrascht sein, dass Grauko auch heuer wieder im Rahmen des Anno Literatursonntags (ALSO) im Cafe Anno in der Lerchenfelderstraße 132 auftreten wird.

Zeit: So, 6. November um 20.00.

Als Motto steht heuer „Seven shades of Grauko“ über dem Auftritt der sieben AutorInnen, womit wir gleich Werbung für unsere Radiosendung mit dem gleichen Titel machen wollen, an der wir gerade arbeiten und die bald schon monatlich auf der Frequenz von Radio Helsinki zu hören sein wird. In Graz auf 92.6 und in Wien, wie im Rest der Welt, als Live-Stream im Internet.

Aber da nichts so schön ist, wie den AutorInnen bei einer Lesung live gegenüber zu sitzen und sich nachher mit ihnen über ihre Texte zu unterhalten, freuen wir uns erst einmal über zahlreiches Erscheinen am Sonntag!

Downtown!

… oder Grauko am Stadtlesen 2016:

Leicht ersatzgeschwächt hat unser Kollektiv auch heuer wieder am Grazer Stadtlesen im Herz unserer Heimatstadt teilgenommen, am Hauptplatz. Kurz vor Beginn der Lesung waren die gemütlichen Sitzsäcke vor der Bühne bestens belegt.

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Einer war gerade noch frei für unsere AutorInnen Veronika Unger, Kuno Kosmos und Peter Heissenberger, um sich auf den kommenden Auftritt vorzubereiten.

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Man kam überein, die längeren Texte der beiden anderen von Kuno kunstvoll umrahmen zu lassen. Und so ließ er das Publikum gleich wissen, dass bei aller Anstrengung, eine Lesung nie die Lösung sein kann. Veronika brachte passend zum Integrationslesetag einen Bericht über ihre persönlichen Erfahrungen mit den Flüchtlingen in ihrer Gemeinde. Peter ließ für die Innenstadtbevölkerung kurz die Seeungeheuer-Leswanderung wieder aufleben

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ehe sich Kuno in unser aller Namen mit der Androhung verabschiedete, dass wir wieder kommen werden.

Und das werden wir auch! Nächstes Jahr beim Stadtlesen aber schon davor an allen möglichen Orten. Also, aufmerksam bleiben, liebe Fans!

Das war die Lesewanderung 2016!

Die heurige Lesewanderung führte Grauko und sein Publikum nach Thal bei Graz. Und nach erfolgter Zählung zu Beginn und Ende können wir alle beruhigen: Es wurde niemand von den allgegenwärtigen Seeungeheuern in die braunschlammigen Tiefen des Thalersees gezogen.

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Statt dessen konnten sich die Zuhörer von unseren, dem Anlass entsprechend ungeheuerlich geschminkten, AutorInnen beweisen lassen, dass Ungeheuer manchmal einfach nur zu gut aussehen, hinter der Friedhofsmauer auf einen warten, eigentlich ein Kosename sein können, sich manchmal auch den Kopf am Eis anschlagen, in einem selbst – oder auch in Andritz wohnen.

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Wie immer nützte das Publikum die Zeit zwischen den einzelnen Stationen zu angeregter Diskussion mit den AutorInnen. Und obwohl wir zugegebenermaßen schon längere Wegstrecken belesewandert haben, hatten sich nachher alle Anwesenden eine abschließende gemeinsame Stärkung redlich verdient.

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Die nächste Lesewanderung gibt es 2017, aber die nächste Gelegenheit, Grauko zu sehen (und hören) schon heute Abend beim Stadtlesen am Grazer Hauptplatz. 19 Uhr!

Grauko am Stadtlesen 2016!

Liebe Fans! Auch heuer gastiert das Stadtlesen wieder in Graz und natürlich ist auch Grauko erneut ein fixer Bestandteil dieser Lesebühne am Grazer Hauptplatz.

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Bitte nicht vom Foto aus dem vergangenen Jahr täuschen lassen. Die Lesung, die am Freitag den 9. September stattfindet beginnt erst um 19 Uhr! Wir freuen uns auf alle, die sich gerne etwas Literatur in den lauschigen Abendstunden gönnen wollen.

Seeungeheuer!

Liebe Freunde und solche, die es noch werden wollen: In einer Woche, genauer gesagt am Sonntag, dem 28. August startet Grauko wieder einmal zu alljährlichen Lesewanderung. Um 14.00 starten wir vom Parkplatz des Seerestaurants und umrunden den Thalersee (Thal bei Graz). Aus diesem Grund auch das Motto, um das sich die Texte drehen, die unsere heurige Wanderung umrahmen werden: Seeungeheuer!

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Keine Angst, fürchten müssen sich nicht einmal Nichtschwimmer, aber freuen dürfen sich alle, auf eine Lesewanderung die sicher ungeheuer unterhaltsam wird.

Persephone

Im steckengeblieben Lift eines großen Kaufhauses machte ich neulich Bekanntschaft mit einem Herrn mittleren Alters, der mir, während wir auf unsere Befreiung warteten, vom traurigsten Lied der Welt erzählte. Dieses stamme aus Ungarn, sei u.a. unter Gloomy Sunday bekannt und habe zahlreiche Menschen zum Selbstmord animiert. Mich nicht. Ich fand es nicht einmal besonders ergreifend.

Bei den Herzzerreißern, so scheint mir, hat jeder seinen eigenen. Und auch diesen einen nicht für immer. Mein erster Lebensabschnitts-Trauersong hieß Theme for an Imaginary Western in der Version von Mountain. Ich glaubte damals noch an eine Seele und stellte mir vor, wie die meinige in die Morgensonne entschwebte, während weit unter ihr junge Menschen mit großen Erwar­tun­gen auf buntgeschmückten Pferdewägen gegen Westen zogen, um niemals dort anzukom­men.

Doch kürzlich, so scheint es, ist mir ein neuer LATS ins Gehirn gekrochen: Persephone von Wishbone Ash, live im Rockpalast 1976. Bei diesem Song berührt mich alles, das laute Wehklagen, vermischt mit Restbe­ständen von Jubel aus besseren Tagen, die Erzählung einer großen Kränkung, ohnmächtiges Aufbäumen und am Schluss, wenn nichts mehr zu sagen ist und die Stimme bricht, Töne, die wie Tränen tropfen.

Persephone war, wie die Altphilologen wissen, die Göttin von Wachstum und Blüte, bis Hades sie verliebterweise zu sich in die Unterwelt entführte. Die Folge: ewiger Winter auf der Erde, woraufhin Zeus mit Hades die Jahreszeiten ausschnapste. Der Song von Wishbone Ash handelt wohl von jenem allerersten Winter. Martin Turner, Bassist, Master­mind und Songwri­ter der Aschenboys, wurde offenbar verlassen, etwas, das des Öfteren seinen Werdegang trübte. Aber nur dieses eine Mal war er so getroffen, dass dem ein bombastischer ­­­­­­­­­­­­­­­Trauersong entfloss.

Als 1969 sein Bruder ausgestiegen war, hatte er doppelt Ersatz gefunden: mit Ted einen Leadgitarristen, der auch Turner hieß und romantisch war wie er, und mit Andy Powell einen zweiten, der singen konnte wie er. Und mit beiden ein Duett, das Musikgeschichte schrieb, mit Songs über Könige, Krieger und Pilger. Bis eines Tages Ted befand, er wolle selber so ein Pilger sein und allein die Welt bereisen. Offenbar war ihm nicht bewusst, welch einzigartiger Band er damit den Boden unter den Füßen wegzog. Martin hingegen wusste, dass damit die goldenen Jahre vorüber waren, obwohl ihm schon bald mit Laurie Wisefield ein würdiger Ersatz zur Seite stand. Martins Welt, Wishbone Ash, stand vor einem Winter, der analog zu Perse­phone erst enden würde, wenn Ted zurückgekehrt war. Elegisches Solo. I can’t believe the curtain has to fall. Und ab in den Suizid, August.