Kuno Kosmos gewinnt den Kombüsen-Slam vor der Herz-Jesu Kirche

Er war noch nie in der Kombüse und erhielt trotzdem den köstlichen Kombüsen-Schinken. Kosmisch! Da mussten schon einige Zufälle mitspielen.

Erstens: Wegen Nachtlärms war die Kombüse geschlossen und der schinkenbringende Kombüsen-Slam auf die Stufen der Herz-Jesu-Kirche verlegt worden. Zweitens: KK, zufällig auf dem Mailverteiler der Kombüse, überwand seine Selbstzweifel und trat bei diesem Slam an. Drittens: Sein einleitender Sager: „Ich habe heute Nachmittag in meinen Werken nach kirchenkompatiblen Texten gesucht“ fand unerwartet humoristische Anerkennung. Viertens: sein anfänglich vorgesehener Text über Scheiße war und blieb Shit und in der Schublade. Stattdessen erbrachte ein Potpourri aus „Glauben und Panzer“, „Radikal sein“ und „Oh Lord, du bist tot“ den nötigen Applaus der rund 180 Zuseher. Der dritte Text bezog sich nicht auf Gott, sondern war ein Nachruf auf Jon Lord (wer ihn nicht kennt, ist selber schuld), welcher am Vortag verstorben war. Das Gedicht war erst eine halbe Stunde vor dem Slam fertig geworden. Fünftens: KK überlebte die „Todesgruppe“: während die anderen Finalisten aus Duellen aufstiegen, war er in die einzige Dreiergruppe gelost worden, die neben einem Routinier auch den Sieger des letzten Slams enthielt. Weil in vier Applaus-Stechen noch immer keine Entscheidung gefallen war, durften alle drei ins Finale. Das war ja schon mal was: nicht Letzter zu werden hatte nämlich das bescheidene Ziel gelautet!

Aber die Glückssträhne sollte noch weitergehen. Sechstens: KK hatte den „Hingabe-Song“ als zweiten Text mitgenommen, der kaum einmal drei Minuten umfasste, aber als direkte Antwort auf den Finaltext von Mike Strong passte. Die Eröffnung mit „Mike hat ein Problem, ich hab die Lösung“ ließ die Zuhörer rechtzeitig aufhorchen. Auf dem Kirchplatz war es inzwischen so dunkel geworden, dass der Text kaum mehr lesbar war. KK nahm – siebtens – daher seine Brille ab, sah den Text deutlicher und dafür die Gesichter der Zuhörer ver­schwommen. Das brachte die nötige Konzentration, speziell bei dem unerwarteten Zwischen­applaus. Der Rest ist schnell erzählt: KK gewann den Slam, isst seither täglich 10g Sieger­schinken und hat inzwischen schon einen neuen Slam-Text verfasst: „Piratenzeit“.
Nachsatz: vielen Dank an Simon Cazzanelli & sein Team für die tolle Kulisse!

 

 

 

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