Erzählperspektive und Übergänge im Lift

Margarita schrieb am 19.8.2012:

Wir (Isolde und ich v.a.) haben in Stillfried nachgedacht, wie wir die Übergänge von einer Person zur nächsten gestalten könnten.

7 Schriften können sehr verwirrend sein  – und eigentlich ist es auch keine sehr literarische Lösung. V.a. wenn wir Verlag anstreben , müssen wir ohne gewaltige Formatierungen auskommen. Und sogar wenn wir die 7 Schriften beibehalten: Der Leser soll nicht jedes Mal überlegen: Wer spricht jetzt? Die wirkliche Herausforderung wäre: der Leser wird von unserer Sprache geführt.

Auch der zeitliche Übergang. Wenn ich von a über b nach c denke und der nächste steigt bei b ein, kann es sehr verwirrend sein – ist aber möglich, wenn es am Schluss Sinn macht. am leichtesten verständlich wäre es, bei c einzusetzen. Also dort, wo der Vorgänger aufhört. Das hab ich mal heute probiert – siehe Liftkapitel ein von Judith (braun) zu Claire (grün).

Darum mal prinzipiell an alle: wie stellt ihr euch die Übergänge vor, sodass wir keine Namen-doppelpunkt-Sachen und 7 Schriftarten brauchen, sondern einen schönen, runden Text haben. Bzw. ob ihr andere Ideen habt. Man kann ja auch experimentieren, google hebt alle versionen auf, also keine scheu, da was umzuschreiben!!! – und Kommentare zu hinterlassen

Ich persönlich weiß, dass ich ab dem Moment, wo wir eine Form, die allen gefällt gefunden haben, mir viel leichter mit dem Schreiben tu.

Kuno antwortet:

also, wenn der Leser sich schon Schriften micht merken kann, dann erkennt er auch die spezielle Sprache der Protags nicht. Oder soll Stefan seine Kommentare immer mit “Hihihi” beginnen, damit man ihn wiedererkennt? Ich glaube, dass das zu hohe literarische Ansprüche sind, bei der wirklich schwierigen schreiberischen Grundaufgabe. Nur wir selber haben uns – ohne zu wissen, was das schriftstellerisch bedeutet – auferlegt, dass wir ohne Erzähler im Lift auskommen wollen, kein anderer hat das von uns verlangt. Bevor wir also wochenlang rumtüfteln, fände ich es klüger, erst mal die Liftszene mit Erzähler zu schreiben. Vielleicht fällt einem der “Erzählergegner” ja inzwischen ein, mit welchem Kunstgriff wir den Erzähler wieder rausschreiben können.

Weiters möchte ich anregen, dass wir nicht wie die Glucken auf unseren Protags hocken. Wir haben sie eh sechs Tage lang behütet und gepflegt und kriegen sie für den Schlusstext wieder zurück. Im Lift sollten sie auch den anderen AutorInnen zur Verfügung stehen. Das würde uns nämlich ermöglichen, dass ein/e AutorIn alle sieben für eine bestimmte Zeitstrecke übernimmt, am besten natürlich für jenen Abschnitt, in dem der eigene Protag in den Vordergrund tritt (“Lebensbeichte”).

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Veröffentlicht von

GRAUKO

Grazer Autorinnen und Autoren Kollektiv

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