Porto Bello Girls: Kurzinhalt

Kurzinhalt:

Paul Richter verbringt seine Tage zunehmend in einer Traumwelt. Seit ihn seine Freundin verlassen und er auch seinen Job verloren hat, ist die Fernsehserie „Die Porto Bello Girls“ das einzige, das seinen Tagen noch etwas Struktur verleiht. Zu ihren Protagonisten hat er intensivere Beziehungen aufgebaut, als zu den meisten realen Menschen. Zu seiner Familie, bestehend aus seinem Vater und der 18 jährigen Schwester Eva, lebt er sehr distanziert.

Die Handlung setzt am Wochenende ein, an dem sich Paul mit einer einzigen Folge der Porto Bello Girls aus der ersten Staffel begnügen muss. Trotzdem begegnet er ihren Protagonisten regelmäßig in seinen Tagträumen, in die er beim Musikhören, Fernsehen, Puzzlespielen und Spazierengehen abgleitet. Vermischt mit realen Personen und Ereignissen hat er sich eine positive Fluchtrealität zurecht gebastelt, einige ihrer Elemente begleiten ihn schon seit Kindertagen.
Paul hasst schon jetzt den neuen Job, den er in einer Woche antreten muss, dafür wartet er sehnsüchtig auf Montag Abend, den Beginn der neuen Staffel, von der er sich vor allem erwartet, dass die beiden Hauptcharaktere Amalia und Greg endlich zusammen kommen werden. Als diese Hoffnung jäh zerstört wird, gerät Pauls Weltbild gehörig ins Wanken. Jetzt ist er auch in Porto Bello nicht mehr glücklich. Er weigert sich, den Verlauf der Serie zu akzeptieren und zimmert sich alternative Versionen zurecht. Durch die massive Störung seiner Fluchtrealität beginnt auch jener Mechanismus immer schlechter zu arbeiten, durch den es Paul gelungen ist, das größte Trauma seines Lebens zu verdrängen. Den Tod seiner Mutter bei Evas Geburt. Er findet zwar alle möglichen Gründe, seine Schwester abzulehnen, an den wahren Auslöser jedoch, kann er sich nur noch in seinen Träumen erinnern. Morgens erwacht er mit einem schwammigen Gefühl im Kopf, aber ohne Erinnerung an die Träume der vergangenen Nacht. Immer öfter muss ihn der selbe Mechanismus nun auch von Tagträumen erlösen, in denen er das Thema Mutter streift. Das steigert sich bis zum großen Schock am Freitag: In der Serie wird Greg möglicherweise sterben, womit für Paul alle seine Alternativen unträumbar werden würden. Paul flüchtet nach Porto Bello, findet dort aber niemanden, bis auf einen Schamanen, der ihn mit der bitteren Realität seines Lebens konfrontiert. Von dieser Erkenntnis schockiert, entscheidet sich Paul dafür, nicht mehr in die Realität zurück zu kehren.

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