Sie zucken und sie atmen schon!

Liebe Fans, morgen (7.2.) ist es schon so weit:
Plakat RdA 14/2
Nach 12 Tagen intensiver Hirn-zu-Tastatur-Beatmung und Herzmassage ist es den AutorInnen von Grauko inzwischen gelungen, den gewählten Anfängen neues Leben einzuhauchen. Aber da unsere Kunst nunmal eine der letzten Minuten ist, bin ich mir sicher, dass in den diversen Dichterstuben bis morgen Abend noch eifrig Hand angelegt wird, damit sich unser Publikum auf bestens ausgefeilte Texte freuen kann.
Einmal noch schlafen und dann ist es soweit: Um 19.30 im Konferenzsaal des Hotel Gollner. Der zweite Teil von Rettet die Anfänge!
Vorkenntnisse der Anfänge ist nicht notwendig, wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und auf intensive Gespräche beim anschließenden Buffet.

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Kuno Kosmos gewinnt schon wieder

Was macht man so als Neo-Grazerin? Als Wiener Mädel, das es nach Graz verschlagen hat – als Literatin? Nun ja, man kann sagen, was man will, es gibt vielleicht keine echten Wiener Kaffeehäuser (wie ein Grazer mir gegenüber bemerkte), dafür gibt es die Kombüse. Eine kleine, bunte Holzhütte am Eingang bzw. Ausgang des Stadtparks – je nachdem, aus welcher Richtung man kommt. Eine kleine runde Holzhütte, benannt nach der Schiffsküche. Deswegen fordert Mario Tomic, der legendäre Kombüsen-Slammaster, gemeinsam mit den Zusehern die Literaten mit einem lauten „Schiff Ahoi!“ auf die Bühne.

Bild 2

Die Gattung Poetry-Slam kannte ich ja schon sehr gut.  Den besten Wiener Slam (Achtung! persönliche Meinung!) sieht man im rhiz unter den Gürtelbögen. Die Stimmung dort ist immer hip und cool, der  unter der U6 gelegene, leicht abgefuckte „Saal“ immer voll.

Gut, die Kombüse ist kein Saal und U6 gibt es hier auch keine. Braucht es auch nicht, immerhin hat Graz bedeutend weniger Einwohner – möchte man meinen. Wer jedoch heute Abend in der Kombüse stand, wird morgen vielleicht bei Tageslicht nachschauen gehen, ob nicht doch die „Nähte“ (oder wie immer man das bei einem Schiff nennt) aufgegangen sind. Denn das Publikum platzte aus allen Türen. Drinnen war´s heiß und stickig, draußen schweinekalt und wer – so wie ich – nahe der Türe stand, bekam einen kalten Popo (denn nur zum Fenster will man ja doch nicht reinschauen, man will ja vor allem eines: hören). Die Stimmung war höllenheiß, der Körper heiß-kalt – und trotzdem: Ja, es war gemütlich! Eine Mischung, die man nur hier findet – vielleicht ist es das südliche Flair, dass man hier näher zusammenrückt und auch die Scherze des Slammasters nicht persönlich nimmt. Irgendwie wird hier weniger gestritten und gemault als in Wien, wo jede zweideutige Zusammenfassung diskutiert und jede Entscheidung beim Applaus-Voting prinzipiell immer in Frage gestellt wird.

Mario Tomic steht da – mit Kapitänsmütze und Schlagobers bewaffnet. Das sprüht er jenen Slammern, die ihre Zeit von 5 Minuten überziehen, beinhart in den Mund. Oder aber, er stopft ihnen eine Banane rein – so wie unserem lieben Kuno Kosmos in der ersten Runde. 300 Jahre Geschlechterkampf und Genentwicklung (Männer müssen bluten, die Frauen entdecken dafür Amerika neu!) brauchen ihre Zeit. Das Publikum entscheidet per Applaus-Voting: Kuno Kosmos zieht mit 4 weiteren SlammerInnen ins Finale ein.

Da steh ich also in Graz. Und bin auf meinem ersten Grazer Slam (nein, nicht ganz, den Minoriten-Slam besuchte ich schon, aber das war vor mehr als 4 Jahren  –  und weder war damals Kuno Kosmos  ein Grauko-Mitglied noch war ich Einwohnerin dieser Stadt). Und schon erlebe ich einen kosmonautischen Sieg! Da reisen extra die Kapazunder aus Wien an, um es den Grazern zu beweisen (Und die waren schon gut, immerhin kamen alle 4 ins Finale), aber das Rapunzel fährt eben doch – in leicht veränderter Form, kommt diesmal sogar Gott höchstpersönlich zu Wort. Kuno Kosmos rockt die Kombüse und das Publikum rockt mit. Auch noch nach dem Text, denn ich stand am Rande (eben bei dieser Tür, an der mein Popo kalt wurde) und habe es live beobachtet, wie lange die ZuhörerInnen noch nach jedem Satz ein gehauchtes „Baby“ anhängten.

Man muss eines dazu sagen: Bis auf die Leobener Slam Legende Tschif war das Publikum jung. Sehr jung. (So jung, dass ich mir schon alt vorkam.) Und auch die SlammerInnen waren es. Wie der junge Neil Young damals ja auch (Zitat Kuno). „Das, was Ende der 60er in der Musik passierte, passiert jetzt in der Literatur, und ich bin froh, das noch aktiv erleben zu können“, strahlt der glückliche Gewinner und schwenkt seinen Preis (einen riesigen Schinkenspeck, den er hoffentlich beim  GRAUKO-Brunch mit uns teilen wird).

Und wenn mich jetzt noch jemand mit erschrockenen Augen und weit aufgesperrtem Mund ansieht und fragt, wie in aller Welt man auf die Idee kommen kann, von Wien nach Graz zu ziehen, dem entgegne ich eines: Als Schriftstellerin  lebst du gut in Graz. Immerhin bin ich erst seit Donnerstag hier – und dies war schon der 3. literarische Abend. Und heute ist erst Dienstag!

Das war „Rettet die Anfänge“ – noch lange nicht!

Ute SchlerathAm letzten Freitag hat Grauko den ersten wichtigen Schritt zur dritten Rettung bedrohter Anfänge geleistet. Von jenem Teil seiner Fans, die das Gänge-Labyrinth zu unserem neuen Veranstaltungsort im ersten Stock des Hotel Gollner überwunden haben, wurden 6 Anfänge ausgewählt.Die Ergebnisse Nun herrscht in den diversen Dichterstuben reges Treiben, damit bereits Ende der kommenden Woche die daraus hervorgegangenen vollständigen Geschichten präsentiert werden können.
Ebenso wird das Publikum am 7.2. wieder um 19.30 im Konferenzsaal des Hotel Gollner (1.Stock) das frisch gerettete Lied „Am Hof“ vom Liedermacher Franz K als Weltpremiere zu hören bekommen.
Die Anwesenden sind schon gespannt und wer den ersten Teil versäumt hat, sollte diesen Fehler nicht wiederholen. Die Titel der zu erwartenden Geschichten sind übrigens der nebenstehenden Tafel zu entnehmen.

Grauko rettet neue Anfänge!

Liebes Grazer Literaturpublikum.
Wir bitten dringend um eure Mithilfe. Nichts ist trauriger als der Anblick eines Textes, der dereinst mit so viel Elan und guten Vorsätzen begonnen, Rettet die Anfängelängst nur noch im staubigen Schatten diverser Autorenschubladen dem baldigen Verschellen entgegen fristet.
Daher unsere Bitte:
Kommt alle am 24.1. um 19.30 ins Hotel Gollner(Seminarrraum 1. Stock), in der Schlögelgasse 14.
Dort werden die AutorInnen von Grauko Textanfänge präsentieren, die sich seit der letzten heldenhaften Rettungsaktion vor 2 Jahren angesammelt haben. Es liegt dann an euch, diejenigen Texte auszuwählen, die bis zur zweiten Lesung, am 7.2. ebendort, gerettet – also fertig geschrieben – werden sollen. Jede AutorIn präsentiert 3 Anfänge und erstmals gibt es auch Lieder zu retten, vom Liedermacher Franz K!

Ihr könnt natürlich auch wegen des Buffets kommen, aber ob das eurer Linie so kurz nach Weihnachten zuträglich ist 🙂 !

Graukos AutorInnen unterstützen den Weihnachtsbasar von Books4Life!

Am kommenden Mittwoch, dem 11.12. veranstaltet Books4Life, ein Verein der über den Verkauf gebrauchter Bücher Geld für wohltätige Zwecke sammelt, einen Weihnachtsbasar unter dem Titel „Lest Christmas„.
Lest Christmas
Ab 15 Uhr können dazu im Foyer der Universitätsbibliothek Bücher, Kekse und selbst gebastelter Weihnachtsschmuck erworben werden.

Als Highlight der Veranstaltung beginnt um 20 Uhr c.t. im großen Lesesaal der UB eine Weihnachtslesung bei der angeführt vom steirischen PoetrySlam_Meister Kuno Kosmos auch einige AutorInnen von Grauko teilnehmen werden. Musikalisch begleitet vom Grazer Liedermacher Franz K.

Bei einer Tombola gibt es u.a. auch Texte der Autoren zu gewinnen.

das war die GRAUKO-Lesung im Wiener Café Anno

mit…

und Thomas Wollinger, der nicht nur hinter der Kamera stand, sondern das Publikum mit seinem Text „Chlorid“ zum Erschauern brachte…

Wir danken dem Verein ALSO für die bereits ausgesprochene nächste Einladung und kommen 2014 gerne wieder!