Wir freuen uns

dass es mit der Titelverteidigerin Maria Edelsbrunner und der erstmals teilnehmenden Veronika Unger gleich beide GRAUKOs in die engere Auswahl des Wortschatz 2016 geschafft haben. Der gemeinsame GRAUKO-Urlaub in Kroatien endet für uns also ein paar Stunden früher als geplant, damit wir rechtzeitig in Markt Hartmannsdorf sein werden. Welcher Text der besten 10 gewinnt, wird erst bei der Preisverleihung verraten. Es bleibt also spannend!

Wenn auch Sie mit dabei sein möchten: Die Präsentation und Lesung der Siegerwerke des 4. südoststeirischen Literaturwettbewerbs „Wortschatz“ findet am Samstag, 2.7.2016 um 19:00 Uhr auf dem Dorfplatz von Markt Hartmannsdorf statt. Aus den Siegerwerken lesen Brigitte Karner und Peter Simonischek. Brigiite Karner und Prof. Peter Simonischek stellen auch die Nachlese (Buch) Wortschatz 2014 und Wortschatz 2016 vor.

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Lesungsankündigung

Margarita Kinstner liest im Kunstgarten Graz aus ihrem neuen Roman

Wann? Do, 22.10.  Beginn: 19:00

Wo? Kunstgarten Graz, Payer Weyprecht Straße 27*

978-3-552-06294-8-Cover-Libreka-1400x2286Am 24. August erschien der 2. Roman unseres Mitglieds Margarita Kinstner.

Diesmal rauschen die handelnden Personen nicht in Wien aneinander vorbei, sondern begegnen sich in einem Familienroman. Wieso ist der Urgroßvater damals von Bosnien nach Österreich ausgewandert? Und weshalb sind drei seiner Kinder nach Kanada gegangen? Was wäre gewesen, wenn Großmutter einst den Mut gehabt hätte, ihrer großen Liebe in die Schweiz zu folgen? Und was bedeutet das, Heimat? – Diese Fragen stellt sich die schwangere Protagonistin Katja bevor sie zu ihrem Lebensgefährten nach Sarajevo zieht. Denn der bevorstehende Umzug erfüllt sie nicht nur mit Vorfreude sondern auch mit Angst. Hat Katja die richtige Entscheidung getroffen?

Der Standard schreibt am 28.9.: http://derstandard.at/2000021381724/Margarita-Kinstner-Heimsuchend-im-Niemandsland

Der Kunstgarten Graz ist im Sommer ein wunderschöner Garten für Kunst- und Kulturinteressierte. Pflanzen, Skulpuren, Laufenten, Bienen und ein spannendes Kunst- und Literaturprogramm locken zu den Horns. Im Herbst trifft man sich im gemütlichen Wohnzimmer – wo immer ein spannendes Literatur-, Musik- und Filmprogramm geboten wird. Zur Veranstaltungsreihe „Österreich liest“ lädt das Künstler-Ehepaar Horn österreichische AutorInnen ein.

* Wegbeschreibung: Klicken Sie auf die Karte um zu Google Maps zu gelangen!

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Lesen in Graz

Vergangene Woche hat sich einiges getan in Graz – vom Grazer Stadtlesen bis zum Ö1 Kulturpicknick – insgesamt 3 Lesetage, an denen der Wettergott milde gestimmt war.

©StadtLesen
©StadtLesen

Am Donnerstag, 10.9. las Margarita Kinstner am Grazer Hauptplatz aus ihrem neuen Roman „Die Schmetterlingsfängerin“. Dass sie diesmal sogar als bibliophiles Highlight der Veranstaltung geladen war, freute Margarita natürlich besonders. Der Himmel öffnete seine Schleusen gnädigerweise nicht – kalt war es dennoch schon ziemlich gegen 19:00, als Margarita zu lesen begann. Nach der Hitzewelle ganz und gar keine gewohnte Temperatur, um in der Hängematte Platz zu nehmen. Gott sei Dank lagen Decken bereit, in die man sich kuscheln konnte.

Am Samstag las GRAUKO als Kollektiv – Um 16:00 schien die Sonne wieder warm auf die in den Sitzsäcken ruhenden Körper. Peter, Kuno und Margarita bestritten zu dritt das Programm, der Rest von GRAUKO urlaubte bzw kränkelte leider.

Am Sonntag fand schließlich das Ö1 Kulturpicknick im Schloss Eggenberg statt. Kuno und Peter pilgerten mit Picknickkorb zu Margaritas Lesung auf der Ö1-Literaturbühne, wo der Zsolnay/Deuticke-Verlag sein neues Programm vorstellte. Danach genoss man die schöne Kulisse, die Lesungen und Konzerte – bis uns der Hunger zum Ess-Platz trieb, gab es leider keine Würstchen mehr und auch keine warme Suppe  – alles weggeputzt vom scheinbar nicht nur kulturhungrigen Grazer Publikum.

Margarita Kinstner im Gespräch mit Herbert Ohrlinger
Margarita Kinstner im Gespräch mit Herbert Ohrlinger

Die nächste Lesung ist in weniger als einem Monat – GRAUKO führt sein Publikum in die Gamlitzer Landschaft – bei der LESEWANDERUNG am 11. Oktober, die um 14:00 bei der Buschenschank Skoff starten wird. Nähere Informationen folgen.

7 Tage 7 Schichten – Ein Gemeinschaftsprojekt von GRAUKO

Nach jahrelangem Austausch / Feedback zu unseren Romanprojekten/ gemeinsamen Lesungen, etc. haben wir 2011 beschlossen, uns an ein herausforderndes Experiment heranzuwagen und gemeinsam einen Roman zu schreiben. Einen Roman, der die Schreibweise eines jeden von uns transparent werden lässt und trotzdem keine bloße Ansammlung von Geschichten ist, sondern ein Ineinanderweben einzelner Texte, die schlussendlich ein großes Ganzes ergeben.

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7 Tage, das heißt: Jeder von ins führt seine Figur unabhängig von den anderen 6 Tage durch Graz. Vorgaben existierten nur wenige, auch wissen wir bis zur Präsentation der Texte (siehe Marathonlesung) nichts von den jeweiligen Protagonisten der anderen.

Die Herausforderung lag darin, alle sieben ProtagonistInnen am 7. Tag  (21.12.2012 – Ende des Maya Kalenders, Weltuntergangspanik)  in einem Aufzug eines subterrestrischen Einkaufszentrum (SubSup) stecken zu lassen. Wie werden sie reagieren?

Dieser Blog dient dazu, die verschiedenen Schritte unserer Zusammenarbeit interessierten Lesern transparent zu machen. Wir wollten erfahren, was die Hürden und Hindernisse sind, zu siebent einen Roman zu schreiben – Ob dies überhaupt möglich ist. Deswegen haben wir alles dokumentiert und in einem kuren Blog festgehalten, damit interessierte LeserInnen unsere Arbeit mitverfolgen können.

Kleine Zeitung vom 26.8.2012
Kleine Zeitung vom 26.8.2012

Fazit nach 3 Jahren: Nach vielen Motivationseinbrüchen sind wir tatsächlich fertig geworden. Das gemeinsame Projekt hat unsere Gruppe zu dem gemacht, was wir heute sind, wir kommunizieren intensiver, wir verbringen mehr Zeit miteinander. Und wir haben einen tieferen Einblick in die Arbeitsweisen der jeweils anderen erhalten. Wir haben aber auch lernen müssen, wie es ist, wenn  Mitglieder das Kollektiv verlassen bevor das Projekt fertig ist und man sich fragen muss: Was nun? Wer übernimmt die Figur und wie sieht es mit dem Urheberrecht aus? Wir danken Traute und Alexandra für ihr anfängliches Dabeisein und ihre Ideen!

Es geht wieder was weiter!!

Ruhig ist es geworden nach unserer Lesung – viel zu ruhig. Als wären die AutorInnen von 7Tage 7 Schichten im Lift eingeschlafen. (Winterschlaf hat sich breit gemacht) Aber so ist das mit dem Schreiben: Manchmal fehlt ein bisserl die Inspiration und/ oder die Lust. Oder man ist mit anderen Projekten beschäftigt.

vo68206,1290969843,WinterschlafVeronika hat uns aus der Lethargie gerettet und sich als erste über die Liftszene gewagt. Und jetzt tut sich wieder etwas. Unsere Protagonisten erleben gerade ihre herausforderndsten Stunden ihres bisherigen Lebens. Und was den Weltuntergang betrifft, haben wir uns auch was einfallen lassen – denn der Maya Kalender hat ja längst wieder von vorne begonnen, die Welt steht noch und der große, angekündigte Gott… nun, ICH bin ihm noch nicht begegnet.

Im Sommer wollen wir das Rohmanuskript fertig haben, dann fahren wir gemeinsam nach Kroatien und werden es dort erstmals gemeinsam überarbeiten. Dann wird noch immer ein Stück Arbeit vor uns liegen. Aber wir haben uns vorgenommen: Bis der Andreas Hofer Platz in neuem Glanz erstrahlt, soll auch das Buch fertig sein! Es gibt also keine Zeit, der Frühjahrsmüdigkeit zu frönen!!

Bank Austria dementiert: “Kein Russengeld fürs SubSup!”

Am 12. September ließ uns Peter wissen:

Hab meinem am Sonntag aus den USA angereisten Bruder den G7 Artikel von 7T7S zum lesen gegeben. Gestern trifft er sich dann mit einem Freund, dem er erzählt, dass sein Bruder bei einem Projekt mitmacht, dass am 21.12 bei der Eröffnung eines unterirdischen Shoppingcenters mit Namen SubSup vorgestellt werden soll. Der Freund war toal verwundert, davon hatte er noch kein Sterbenswörtchen gehört. Auch seine Frau nicht, die fast jeden Tag am A. Hofer Platz vorbei kommt. Und als pensionierter Bankdirektor sollte man doch eigentlich wissen, falls in seiner Stadt ein solches Großprojekt hochgezogen wird.
Als nächstes haben sie “Sub Sup” gegooglet, aber nichts gefunden. (Zusammenschreiben und noch “Andreas Hofer” dazu, dann wären sie zu unserem Blog gekommen)
Bin schon gespannt, welche Kreise die Geschichte noch ziehen wird. (Orson Wells schau oba!) Aber wundert euch nicht, wenn die obige Schlagzeile schon bald von der Titelseite der Kleinen Zeitung prangt.

Wenn Erfundenes wahr wird …

Kuno Kosmos teilte uns am 9. 9. mit:

Heute in der Kleinen Zeitung, Seite 15:

“Die Linzer Feuerwehr befreite am Freitag zwei Mädchen im Alter von 12 und 14 Jahren aus einem stecken gebliebenen Lift in einem Einkaufszentrum. Die Zwölfjährige wurde bei dem Zwischenfall kurz bewusstlos, weil sie hyperventilierte, sie erholte sich aber rasch wieder.”

Jetzt werden alle sagen, das haben wir geklaut. Zum Glück haben wir schon öffentlich aus 7T7S vorgelesen.

Rückschau auf das Grazer Stadtlesen 2012 (Teil I)

EIN LEIDER SEHR VERREGNETES WOCHENENDE IN GRAZ  – aber es gab auch Lichtblicke!

Eine Rückschau von „7 Tage 7 Schichten“ beim Grazer Stadtlesen

Donnerstag, 30.8.2012 :
17:30 Isolde Bermann (wer nicht dabei war hat etwas versäumt)

Freitag, 31.8.2012: (Buchstäblich ins Wasser gefallen!)
18:00 Peter Heissenberger (abgesagt, verschoben auf Samstag)
18:30 Alex Sayin (Abgesagt, verschoben auf Sonntag)

Samstag, 1.9. 2012: (Vormittag verregnet, für Abend besteht noch Hoffnung)
11:00 Kuno Kosmos (abgesagt, wird nachgetragen sobald es zu regnen aufhört)
11:30 Peter Heissenberger (abgesagt, verschoben auf Sonntag)

18:00 Alex Sayin
18:30 Kuno Kosmos
19:30 Peter Heissenberger (neu!!)

Sonntag, 2.9.2012:
09:00 Peter Heissenberger (neu!!)
18:30 Alex Sayin

BERICHTE DER LESENDEN:

Donnerstag:

Isolde schrieb nach der Lesung:

Ja, ich hatte die Wettergöttin noch auf meiner Seite … am Donnerstag, dem 30. August um 17h30.

Freundin Heidi (kecke kleine Dame in gelbem T-Shirt) hat den Fotoapparat von mir in die Hand gedrückt bekommen … nach einer ersten Schrecksekunde (keine kleine Digi-Cam, sondern schon was Größeres …) hat sie ihre Sache doch gut gemacht …. wie ich finde.

Die Dame mit dem blonden Kurzhaarschnitt ist übrigens eine der Organisatorinnen – sie war sehr reizend.

Auf dem vorletzten Bild seht Ihr Heidi mit Freund Albin auf dem Polster – und genauso bin ich dann auch gelegen und hab später um 19:30h Julya Rabinowich zugehört, den Blick in den Abendwolken, die Ohren bei der “Erdfresserin”, die uns sehr gut gefallen hat. Zitat Kuno: “Also, wenn das Hochliteratur ist, dann sind wir schon verdammt nah dran…” (bitte entschuldige Kuno, wenn ich denn GANZ GENAUEN Wortlaut nimmer weiß …).

Jetzt ist es Samstag 12h00 und ich drück Alex, Peter und Kuno die Daumen, dass sich das Wetter bessert und sie lesen können!!

+++

Peter schrieb am Abend:

Im Moment regnet es in Graz. Und die Vorschau ist auch nicht besonders ermutigend. Ausweichlokal hat es nur gestern für den Stargast gegeben. Aber wir können unsere Lesungen auf trockene Zeiten verschieben.

Peter schrieb am Samstag Vormittag:

Im Süden nichts Neues!
In ein paar Minuten sollte Kuno eigentlich auf die Bühne steigen, aber es regnet noch immer. Ich war kurz dort und hab den organisatoren ein paar Schreibräume gebracht, die es somit heuer noch bis zur Frankfurter Buchmesse schaffen werden.
Wir geben auch nicht auf. Sobald es aufhört zu regnen, geht das Stadtlesen weiter und wir haben dann hoffentlich heute Abend gleich 3 Lesungen.
Ich habe meinen zweiten Termin für morgen 9.00 ausgemacht und husche dann direkt zum Baseball. Kuno kann morgen auch nochmal lesen und Alex hat ihren Termin für abends schon.
Bis zum nächsten Update!

+++

Peter schreibt am Samstag Nachmittag auf GRAUKO.com:

GRAUKO for SUPER SUNDAY

Und der Blitz hat zweimal an der selben Stelle eingeschlagen!

Auch am Samstag war an keine Lesung beim Stadtlesen zu denken. Nichts desto trotz wollen wir versuchen, alle 7 Schichtenlesungen über die Bühne zu bringen, daher gibt es morgen 3 Stunden Grauko am Hauptplatz.

Beginnen wird es um 9 Uhr mit
Peter, gefolgt von Kuno (9:30).

Und richtig voll wird es erst am Abend. Es beginnt
Alex um 18.00, dann Kuno um 18.30, nochmal Alex um 19.00 und schließlich macht Peter den Abschluss um 19.30.

StadtLesen Graz

StadtLesen Vorschau

 

Prognose für Sonntag den 2.9.2012:

zunehmend sonnig zeigt sich der Sonntag, es sollte trocken bleiben. Tagsüber nur harmlose Wolken. Mit Höchstwerte von bis zu 23 Grad wird es deutlich wärmer.

http://stadtlesen.blogspot.co.at/ 

+++

Peter Heissenberger und Kuno Kosmos lesen am Sonntag Vormittag (endlich!!):

Doppelpack Peter (Judith) & Kuno (Helene) heute Vormittag (9.00 – 10.00) erfolgreich absolviert! Die 3 bzw 7 Zuhörer waren recht angetan, die schwarzen Säcke dazwischen wirkten jedoch etwas müde.

(Peter: Mein Tipp für die restlichen Lesungen: Nicht zu nahe ans Mikro! Wenn die Leute rufen “lauter, bitte!” ist es weniger schlimm als wenn sie gehen, weil es ein “leiser, bitte!” nicht gibt!)

+++

(Telefonat Margarita – Peter heute um 18:30)

M: Wie sieht die Lage aus – ich schreibe gerade den Bericht auf WP. Seid ihr noch zum Lesen gekommen?

P: In diesem Moment erklimmt Kuno Kosmos gerade das Podest. Du bist also quasi live dabei!)

Heute abend lesen also nochmals Kuno Kosmos und Peter Heissenberger, die auch die ProtagonistInnen der anderen vorstellen werden – und Alex Sayin!)

Da die 7T-7S-Bloggerin Margarita ihr Internetdatenvolumen aufgebraucht hat, folgt der Bericht des heutigen Abends, wenn sie wieder eine W-Lan-Verbindung hat!

7T-7S beim Grazer Stadtlesen

Ab Donnerstag den 30. August macht das Stadtlesen in Graz Station. Und auch heuer wird Grauko wieder dabei sein. Nach der spontanen Lesung im Vorjahr nützt unser Kollektiv heuer die Gelegenheit erstmals mit seinem Gemeinschaftsprojekt an die Grazer Öffentlichkeit zu gehen. In sieben Einzellesungen wird jeweils eine der „Schichten“ aus „7 Tage 7 Schichten“ vorgestellt. Mehr dazu in unserem Blog.
Hier die Beginnzeiten der Lesungen, die auf der Stadtlesenbühne direkt vor dem Rathaus auf dem Hauptplatz stattfinden werden.
Donnerstag:
17:30 Isolde Bermann

Freitag:
18:00 Peter Heissenberger
18:30 Alex Sayin

Samstag:
11:00 Kuno Kosmos
11:30 Peter Heissenberger
18:00 Alex Sayin
18:30 Kuno Kosmos

7 Tage 7 Schichten in der „Kleinen Zeitung“

4 AutorInnen von GRAUKO trafen sich mit Robert Preis um sich interviewen und fotografieren zu lassen – am 26.8. erschien folgender Artikel in der Kleinen Zeitung.

(P.S: Die Präsentation am 21.12. wir noch nicht die Buchpräsentation sein – das wäre auch für uns eine große Überraschung! Aber definitiv stellen wir das Projekt vor – sowie wir bis dahin auch mit der Liftszene fertig sein wollen. Da haben wir uns schon ein gutes Stück vorgenommen!)

 

Wir gehen an die Öffentlichkeit

7 Tage 7 Schichten hat einen Blog!!

Margarita sammelt sämtliche Einträge im Austauschportal von GRAUKO (dem geschützen Blog mit dem schönen Namen Schreibraum) um den Prozess, wie er bis jetzt stattgefunden hat, für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Damit treten wir nach Phase eins (getrenntes Schreiben der 6 Tage unserer Protagonisten) und Phase zwei (Austausch der Einzeltexte und Ideensammlung zu Tag 7 im  Lift) in Phase 3 (Kommentieren unserer Arbeit für die Öffentlichkeit).

Warum ist uns dieser Schritt so wichtig?

Wenn 7 Autoren und Autorinnen, die in ihrem Schreiben sehr unterschiedlich sind (Themen, Stil, etc), ist es umso spannender den Prozess des gemeinsamen Schreibens zu erleben. Natürlich gibt es da immer wieder unterschiedliche Meinungen. Wie wollen wir die letzte Szene sprachlich gestalten? Wie soll der Roman enden? Wollen wir ein offenes Ende, gehen wir Richtung Science Fiction oder Richtung „Täglich grüßt das Murmeltier“?. Was passiert am 21.12.2012 wirklich? Was in den Köpfen unserer Protagonisten? Oder lassen wir die Welt einfach weiter so tun, als sei nichts geschehen? Also: Kein Weltuntergang – nur ein paar hysterische Leutchen in einem stecken gebliebenen Lift?

Dieser heute eingerichtete Blog (denn alle vorhergegangenen Daten habe ich nachträglich angeglichen) soll interessierten Lesern Einblick geben: Wie arbeitet eine doch relativ große AutorInnen-Gruppe an einem einzigen Romanprojekt. Werden wir scheitern oder wird uns das Experiment gelingen?

Natürlich wird hier nicht der ganze Inhalt verraten. Aber unseren Prozess des Schreibens (vor allem den Prozess des Zusammenschreibens) wollen wir einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Das Schreiben in einer Gruppe hat Vor- und Nachteile.

Die Nachteile: Man muss Kompromisse eingehen.

Die Vorteile: Man lernt, andere Ideen zuzulassen. Und: durch die verschiedenen Protagonisten, von denen wir am Anfang unseres Schreibprozesses nichts wussten, ergeben sich am Tag 7 spannende Konflikte, die sich einem einzigen Schreibenden nicht in dieser Form aufgetan hätten. Auch die unterschiedlichen Sichten werden ein großes Spannungsfeld auftun.

Wir freuen uns über jeden Blogbesucher, der unseren Prozess mitverfolgt und freuen uns auch über Kommentare und Tipps!!

Erzählperspektive und Übergänge im Lift

Margarita schrieb am 19.8.2012:

Wir (Isolde und ich v.a.) haben in Stillfried nachgedacht, wie wir die Übergänge von einer Person zur nächsten gestalten könnten.

7 Schriften können sehr verwirrend sein  – und eigentlich ist es auch keine sehr literarische Lösung. V.a. wenn wir Verlag anstreben , müssen wir ohne gewaltige Formatierungen auskommen. Und sogar wenn wir die 7 Schriften beibehalten: Der Leser soll nicht jedes Mal überlegen: Wer spricht jetzt? Die wirkliche Herausforderung wäre: der Leser wird von unserer Sprache geführt.

Auch der zeitliche Übergang. Wenn ich von a über b nach c denke und der nächste steigt bei b ein, kann es sehr verwirrend sein – ist aber möglich, wenn es am Schluss Sinn macht. am leichtesten verständlich wäre es, bei c einzusetzen. Also dort, wo der Vorgänger aufhört. Das hab ich mal heute probiert – siehe Liftkapitel ein von Judith (braun) zu Claire (grün).

Darum mal prinzipiell an alle: wie stellt ihr euch die Übergänge vor, sodass wir keine Namen-doppelpunkt-Sachen und 7 Schriftarten brauchen, sondern einen schönen, runden Text haben. Bzw. ob ihr andere Ideen habt. Man kann ja auch experimentieren, google hebt alle versionen auf, also keine scheu, da was umzuschreiben!!! – und Kommentare zu hinterlassen

Ich persönlich weiß, dass ich ab dem Moment, wo wir eine Form, die allen gefällt gefunden haben, mir viel leichter mit dem Schreiben tu.

Kuno antwortet:

also, wenn der Leser sich schon Schriften micht merken kann, dann erkennt er auch die spezielle Sprache der Protags nicht. Oder soll Stefan seine Kommentare immer mit “Hihihi” beginnen, damit man ihn wiedererkennt? Ich glaube, dass das zu hohe literarische Ansprüche sind, bei der wirklich schwierigen schreiberischen Grundaufgabe. Nur wir selber haben uns – ohne zu wissen, was das schriftstellerisch bedeutet – auferlegt, dass wir ohne Erzähler im Lift auskommen wollen, kein anderer hat das von uns verlangt. Bevor wir also wochenlang rumtüfteln, fände ich es klüger, erst mal die Liftszene mit Erzähler zu schreiben. Vielleicht fällt einem der “Erzählergegner” ja inzwischen ein, mit welchem Kunstgriff wir den Erzähler wieder rausschreiben können.

Weiters möchte ich anregen, dass wir nicht wie die Glucken auf unseren Protags hocken. Wir haben sie eh sechs Tage lang behütet und gepflegt und kriegen sie für den Schlusstext wieder zurück. Im Lift sollten sie auch den anderen AutorInnen zur Verfügung stehen. Das würde uns nämlich ermöglichen, dass ein/e AutorIn alle sieben für eine bestimmte Zeitstrecke übernimmt, am besten natürlich für jenen Abschnitt, in dem der eigene Protag in den Vordergrund tritt (“Lebensbeichte”).

wenn Fiktion wahr wird

wie ist das mit dem Schmetterling und dem Tsunami?

Kuno fand folgenden Artikel (Quelle: http://www.krone.at/Nachrichten/Russen-Sekte_hielt_20_Kinder_jahrelang_in_Bunker_fest-Nie_Sonne_gesehen-Story-330507)

Wer die August Becker Kolumnen gelesen hat, wird wissen, was es mit Kasan auf sich hat. Und das Einkaufszentrum? Nun ja – manche Dinge sind gar nicht so an den Haaren herbeigezogen, wie man selbst als Schreibende/r oft denkt!

„Eine russische Sekte hat mit mehr als 20 Kindern jahrelang in einem unterirdischen Bunkersystem gelebt – ohne Sonnenlicht, Heizung und Strom. „Die Kinder sind nie zur Schule gegangen und waren kaum über der Erde“, teilten die Behörden in der Stadt Kasan mit. „Sie waren schmutzig, trugen Lumpen und wurden nie von Ärzten untersucht.“ Die rund 70 Mitglieder lebten mehr als zehn Jahre in den zellenartigen Wohnräumen, die bis zu sieben Stockwerke tief unter die Erde gebaut worden waren.

Das jüngste Kind der Sekte ist erst 18 Monate alt. Ein 17- jähriges Mädchen ist Medienberichten zufolge schwanger. Die Minderjährigen kamen in Spitäler und sollen dann in Waisenhäusern betreut werden.

Mit Weltuntergang gedroht

Die Behörden in der muslimisch geprägten Teilrepublik Tatarstan ermitteln gegen den 83 Jahre alten Sektenchef Faisrachman Satarow, weil er „das Recht in die eigene Hand genommen hat“. Den Eltern drohen Verfahren wegen Misshandlung Schutzbefohlener. Festnahmen gab es jedoch noch keine. wenn Fiktion wahr wird weiterlesen

Stillfrieder Wochenende

Vom Do, 16.- Sa, 18.8.2012 verbringen wir unser traditionelles gemeinsames Wochenende in Stillfried.

Da Kuno erst am einen Tag später anreist, werden am ersten Tag eigene Projekte der einzelnen AutorInnen besprochen (denn, ja: auch die gibt es noch!!)

Am Freitag wird nochmals der Zeitplan im Lift überarbeitet. Außerdem stellt Kuno die neue Fassung von Schicht Helene (ehemals Schicht Frojah) vor. Die Protagonistin soll im Lift von Maria übernommen werden.

Am Samstag eröffnen wir mit Thomas´ Hilfe ein Google Docs Dokument, sodass alle gleichzeitig an einem Text arbeiten können und wir uns nicht mehr fragen müssen, was der andere wohl gerade im Lift aufführt.

Und natürlich wird gekocht, gegrillt und beim Heurigen erfahren wir, was Zahnbelag alles anrichten kann – aber das ist eine andere Geschichte …

GRAUKO bei der Arbeit >> hier klicken! (You Tube Video)

Rückschau auf die Marathonlesung am 23./24.6.

9:00: Treffen bei Kuno. Wir starten so gegen 9:20 mit dem ersten Text  – Alex stellt ihren Kabarettisten mit der perfekten, nur zur Magersucht-Sendungen tendierenden Familie vor.

Isoldes Text ist der zweite, ihr Packen so groß wie alle Texte zusammen!!  Wir lernen das spannende Schicksal der Obdachlosen Claire kennen und werden am Schluss gewaltig überrascht. Da lässt sich kaum eine Zeile streichen.

Nach Isolde war Kuno dran – mit ihm August Becker samt Frau – und was gut war: Margarita kam danach und zeigte August und Frau 6 Jahre zuvor – aus der Sicht ihrer Protoagonistin ohne Namen, da es eine Ich-Erzählung ist.

Peter war der nächste Lesende (jetzt ist der Stil gewaltig, perfekt, das sind die Portobellos multipliziert mal 1000 !!!) Ein Müllmann findet eine Tote aus einer alten Isolde-Erzählung und hat seitdem einen ziemlichen „Huscher“.

Dann wurde ich fotografierfaul, es folgte Traute – und noch wissen wir nicht, wie gemein Frojah wirklich sein kann – evtl so ein Ingrid Noll Apothekerinnen-Typ.

Nach Traute kam Veronika und stellte uns ihre Protagonistin Fragila vor – eine sehr stille, schöne Geschichte über eine 66jährige Frau, die ich wieder verliebt hat – und das Schöne: die erotischen Szenen werden von unserer ältesten Protagonistin erlebt.

Es folgte eine kleine Pause für das Böse (rauchende Mädels) und die gelieferten Brötchen, Cola, Essen bestellen, etc – Dann übernahm Margarita von Kuno den Vorsitz und es ging wieder reihum.

Nach der 2. Session (da die Pizza schon da war) die Mittagspause, danach Rundgang im Augarten (Schlüsselsuche Kuno, Mutterschauen Veronika, Sprint von Alex, die bloßfüßig in Kunos Arme rannte und bosnische Musik)

  

Nach der Mittagspause Session 3, dann kurze Pause, Session 4, kurze Pause.

Dann kam das Cola vermehrt zum Einsatz, so wie die Schoki – Session 5, Pause, Session 6 – und eigentlich waren wir gut im Zeitrahmen und daher dauerte die Diskussion dann ein wenig länger.

Wie wollen wir aus dem Lift raus? Kuno: Man fährt hoch und das ganze SubSup ist weg und rundherum alles wie zuvor. Fad, sagt Cindy, ein offenes Ende sieht immer so aus, als wüsste der Autor nicht….

Isolde will, dass alle ihre Toten wiedertreffen. Kitschig!, schreit Margarita. Nun gut, ein offenes Ende ist billig, aber wie werden wir es lösen???? – Ein heftiger Schlagabtausch startet.

Außerirdische wollma alle net, keine Action und keine Toten, denen wir in die Arme fallen. Also. Was machen wir? Ein Ende á la Murmeltier und am Schluss: Styrian Punxsutawney?

Oder wollen wir eine zweite Chance, drehen wir die Zeit mittels Peters Uhr zurück (und wieder schreie ich: bitte nicht kitschig und die ganze Welt retten sondern wieder so blöd sein – Margarita sagt: Ich halte den Murmeltierfilm  nur bis tag 3 aus!

Lassen wir also Paul mit seiner Mülltonne ein paar “Aliens” sprengen – tja, vergisst man deswegen auf unsere Protagonisten, weil sie alle evakuieren müssen und sich der Typ, der Becker loswerden will denkt: Umso besser??

Wie auch immer, wir werden ein Ende finden, aber davor muss es noch im Lift ordentlich zugehen. Die Liftszenen werden in Murter konzipiert. Davor werden die Texte der einzelnen zum Überarbeiten hochgeladen – jetzt ist´s ja endlich kein Geheimnis mehr!