Diesmal geht es nicht um unsere nächste Radiosendung, sondern um Margaritas ersten Jugendroman „Theo, Tim, Kurkuma und ich“, der gerade im Tyrolia Verlag erschienen ist. Vor einigen Jahren hat sie in einer unserer Radiosendungen das erste Kapitel gelesen, ihr fertiges Manuskript wurde dann – mitten in der Pandemie – mit dem Kinder- und Jugendliteraturpreis des Landes Stmk. ausgezeichnet. Jetzt ist das Buch endlich (!) am Markt – es ist im Mai im Tyrolia Verlag erschienen und beinhaltet viele schöne Illustrationen von Michaela Weiss.
Buchinfos: Titel: THEO, TIM, KURKUMA UND ICH Text: Margarita Kinstner Illustration: Michaela Weiss Verlag: Tyrolia Erscheinungstermin: 16.5.2025 ISBN: 978-3702242800 Für Jugendliche ab 14 Jahren (sagt der Verlag, Margarita sagt: Für „Bücherwürmer“ von 13 bis 113!)
Für jene, die auf den Blog zum Buch neugierig geworden sind, zu diesem geht es
GRAUKO versteht sich als Plattform für Autor:innen, die sich gegenseitig durch ehrliche Kritik unterstützen. Entstanden ist unser Kollektiv aus den Nachwehen einer Schreibwerkstatt mit Julian Schutting im Juli 1999.
Seit 2016 gestalten wir die On Air Lesebühne „7shoG“ (7 Shades of GRAUKO) auf Radio Helsinki, dem freien Radio Graz.
Unser Kollektiv: Die GRAUKO-Mitglieder treffen einander etwa alle 4 Wochen. Diese Treffen finden stets im Haus/ einer Wohnung eines Mitglieds statt. Wir essen, trinken, plaudern und erzählen einander das Neueste – vor allem aber unterstützen wir uns gegenseitig bei unseren literarischen Projekten. Bei GRAUKO wurden auch schon Romanprojekte betreut.
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Die 3 Fs vonGRAUKO
Feedback: Das Feedback, das wir einander geben, ist ehrlich, fachlich, konstruktiv und ausschließlich auf die Texte bezogen.
Freiheit: Wir beurteilen die sprachlichen Qualitäten eines Textes sowie seinen Aufbau. Die Freiheit, den eigenen Stil zu entwickeln/ beizubehalten sowie das Recht auf Meinungsfreiheit sind uns sehr wichtig. Dieses Konzept spiegelt sich uns auch in unserer On Air Lesebühne wider.
Freundschaft: Die gemeinsamen literarischen Aktivitäten haben uns als Freunde zusammenwachsen lassen. Seit 2010 verbringen wir jedes Jahr eine Urlaubswoche miteinander.
Gemeinsame Projekte 2012 haben wir den Versuch gestartet, gemeinsam einen Roman zu schreiben. Wir haben es sogar bis zum bitteren Ende unserer Protagonist:innen durchgezogen – Teile aus dem Manuskript haben wir bei diversen Lesungen sowie einer spektakulären „Weltuntergangslesung“ vorgestellt. (Mehr zum Projekt „7 Tage – 7 Schichten“.) Seit 2016 gestalten wir eine gemeinsame Sendung auf Radio Helsinki – was wesentlich leichter ist, als zu siebent einen Roman zu schreiben. Bei den „7 Schichten“ wollten wir dennoch bleiben, weswegen wir unsere Sendung als On Air Lesebühne anlegten und „7 shades of GRAUKO“ (kurz 7shoG) nannten. Diesem Konzept sind wir bis heute treu geblieben – zu einem vorab gemeinsam vereinbarten Thema gibt es pro Sendung immer 7 unterschiedliche Beiträge zu hören.
Lesungen
Stadtlesen Graz 2014
Ob Jännerlesung, Lesewanderung, Hebst-Lesung im Wiener Café Anno, gemeinsame Auftritte mit dem Improtheater, Lesungen zur Walpurgisnacht … seit vielen Jahre lang tritt GRAUKO gemeinsam auf. Seit wir unsere Texte alle 4 Wochen via Radio Helsinki senden, organisieren wir selbst zwar kaum noch Lesungen, wir nehmen aber gerne Einladungen an.
Thema: Hamat-Dichta? – Dialektliteratur aus Kärnten
In der 7. Folge unserer Dialekt-Sondersendereihe schauen wir über die Pack. Ausgehend von Bernhard C. Bünker, der in seinen Dialekttexten gegen die Heimattümelei in der Dialektdichtung antrat und auch immer wieder scharfe Worte gegen die Ausbeutung der Natur durch den Tourismus fand, sehen wir uns an, was sich in der heutigen Dialektliteratur in Kärnten tut. Nach einem Feature von Chris Haderer mit dem Titel „wos ibableibt“ kommen Axel Karner, Anna Maria Lippitz, Elisabeth Hafner, Claudia Rosenwirth-Fendre und Alfred Woschitz zu Wort.
Im letzten Drittel der Sendung folgen wir der Veronika Unger auf ihren Reisen nach Kärnten und hüpfen anschließend noch kurz nach Wien, um in das neue Album von dog&SCHWOAZ hineinzuhören.
Kuno Kosmos’ beschließt die Sendung mit einer naturwissenschaftlich-philosophischen Sicht auf den Begriff „Blut und dem Boden“ – und das natürlich auch im Dialekt!
Durch die Sendung führen wieder Kuno Kosmos und Margarita. Die DialektSHOG-Sondersendungen sind eine Co-Produktion von GRAUKO und „Morgenschtean – Die Österreischische Dialektzeitschrift“. Wir bedanken uns bei Chris Haderer und dem Augustin sowie bei Alfred Woschitz für die Bereitstellung des Tonmaterials aus dem Feature „wos ibableibt“ sowie aus „Ewigkeitsgassen-TV“. Außerdem bedanken wir uns bei Axel Karner für das bereitgestellte Tonmaterial seiner Online-Lesung. Bei allen anderen Autor*innen bedanken wir uns für das Einlesen der Texte extra für diese Sendung!
Vor 25 Jahren wurde unser Kollektiv in einer Küche gegründet. Wie genau es dazu kam, wie Grauko seinen Namen erhielt und welche Texte unseren Mitglieder zum Jubiläum einfegallen sind, erfahrt ihr in der nächsten Folge unserer On Air Lesebühne.
Am Schluss der Sendung geht es in „Literatur aus anderen Galaxien“ dann noch um zwei Neuerscheinungen, die sich beide mit den Themen „Flucht“ und „Ankommen“ beschäftigen.
am Di, 10. September um 18.00. wie immer auf Radio Helsinki in Graz auf FM 92,6 oder weltweit auf https://helsinki.at/livestream/
Ein junger, höflicher Mann steht am Beginn seiner Entwicklung zum Serienmörder. Im eleganten Wien des Jahres 1986, wo Walzer und vornehme Umgangsformen das äußere Ambiente prägen, entdeckt Georg seine unerwartete Leidenschaft für den Gesellschaftstanz. Die große Liebe seines Lebens, Beatrice, lässt seinen Traum eines normalen, geregelten Lebens zum Greifen nah erscheinen. Georgs Sensibilität, seine verzweifelte Hingabe zu Beatrice, sein Wunsch nach einem harmonischen Familienleben und einem gut bezahlten Job stehen jedoch im krassen Gegensatz zu den Morden und dem völligen Fehlen von Reue.
Den neuen Roman von Thomas Wollinger kann man sich als E-Book für den Kindle herunterladen. Hier geht’s zum Buch und zur Leseprobe: https://amzn.eu/f0DC5gk
Das Interview, das in unserer 100. Sendung ausgestrahlt wurde, kann man hier nachhören:
… so lautet das Thema unserer neuen Ausgabe von DialektSHOG, der Dialekt-Sonderausgabe von 7 Shades of Grauko. Im ersten Teil der Sendung gibt es kritische Texte von Autorinnen – im zweiten Teil sind dann die Männer am Wort und dürfen zweifeln und verzweifeln.
Mit Dialekttexten von – Christine Nöstlinger – Jasmin Gerstmayr – Ulrike Titelbach – Elisabeth Hafner – Veronika Unger – Kuno Kosmos – Andreas Plammer – Robert Anders
sowie Musik von – Gerald Votava – Sibylle Kefer – Gravögl – Dritte Hand – Agnes Palmisano – Trio Lepschi – Voodoo Jürgens
Durch den DialektSHOG führen wieder Kuno Kosmos und Margarita Kinstner.
Hat Dialekt mit Poesie zu tun oder nicht? Welche politische Verantwortung tragen Dialektautor:innen? Und welche Bedeutungen haben literarische Traditionen bzw. welchen Einfluss übt die Wiener Gruppe auch heute noch auf Schreibende aus?
Diesen Fragen gehen wir in der zweiten Ausgabe unserer 7 shades of Grauko-Sondersendung „DialektSHOG“ nach. Diesmal führen Kuno Kosmos und Margarita durch die Sendung; zu Gast im Studio ist der Grazer Autor Harald Letonja.
In der Sendung wird es Auszüge aus dem Essay „wia pikn oiso zaum. Warum Dialektpoesie keine eigene Kategorie sein muss, sondern einfach poetisieren kann“ von Katharina J. Ferner zu hören geben, der 2020 im Wespennest erschien. Über seine kritische Antwort, die 2021 in der Zeitschrift perspektive abgedruckt wurde und den Titel „… und Dialekt hat nichts mit Poesie zu tun“ trägt, wird sich Margarita anschließend mit dem Autor und Literaturwissenschafter Mario Huber unterhalten. Nachgefragt wurde außerdem bei der Tiroler Autorin Siljarosa Schletterer, die uns aus der Ferne ein Statement zukommen ließ.
Rund um die Beiträge erzählen Kuno Kosmos und Harald Letonja, wie sie zum Dialekt bzw. zur Dialektliteratur kamen und wie sie das mit dem Dialekt und der Poesie sehen.
Literarische Kostproben wird es natürlich auch zu hören geben – nicht nur von allen oben genannten Autor*innen, sondern auch vom rebellischen Heimatdichter Bernhard C. Bünker, der 2010 verstarb und sich Zeit seines Schaffens kritisch mit seiner Heimat Kärnten auseinandersetzte. Wir danken an dieser Stelle Alfred Woschitz vom Welt & Co. Verlag für die gespendeten Textstellen.
In der 7shoG-Sondersendung, die am Dienstag, 13. Juni von 20.00 bis 21.00 auf Radio Helsinki ausgestrahlt wird, verlassen wir unser übliches Konzept und werden zum DIALEKT-SHOG. In der ersten von mehreren geplanten Folgen werdet ihr moderne Dialektliteratur und -musik aus der Steiermark hören – u.a. von Kuno Kosmos, Veronika Unger, Harald Letonja und Mario Huber – aber nicht nur. Am Ende stellen wir nämlich noch eine spannende Neuerscheinung vor, auch wird es einen kurzen literarischen Ausblick auf die Dialektlesung am 20.6. in der Steiermärkischen Landesbibliothek geben.
Mit dieser zusätzlichen Sendereihe, die ab nun alle 3 Monate zu hören sein wird, wollen wir die Vielfalt der heimischen Dialektliteratur auch auf Radio Helsinki hörbar machen – und eines ist sicher: „Verstaubt“ wird das Ganze bei uns nicht klingen!
dann können wir etwas erzählen. Zum Glück können die Autorinnen und Autoren unseres Kollektivs aber auch etwas von einem Urlaub erzählen, der gar nicht stattgefunden hat.
7 shades of Urlaub: fiktiv – so lautet das Thema der neuen Ausgabe von 7shoG, die ihr heute Abend, am 20. Juli ab 18 Uhr, auf dem Sender von Radio Helsinki 92.6 hören könnt. Reihenweise kehren wir dabei an Orte zurück, an denen wir schon gemeinsame Urlaube verbracht haben. In der Nische Literatur aus anderen Galaxien gibt es am Schluss dann noch eine Kostprobe aus einer Frühjahrsneuerscheinung. Lasst euch wie immer überraschen!
Ich bin eben hingegangen, weil es Nachbarpflicht ist. Die Miaz hatte ich schon über zehn Jahre nicht mehr gesehen, nun war sie im Pflegeheim gestorben. Über neunzig ist sie geworden. Ein schönes Alter! Während der Totenmesse wandern meine Gedanken zu alltäglichen Dingen und Sorgen. Von der letzten Bank aus beobachte ich ungestört die Trauergemeinde. Keine tief gebeugten Häupter vor mir, auch nicht in der ersten Reihe. Man ist halt dabei, weil es sich gehört.
Auf dem Weg von der Kirche zum Friedhof hinauf, murmeln nur wenige den Rosenkranz mit. „Ah, servas, siacht ma di a amol!“ höre ich öfter als das „Gegrüßet seist du Maria“. „Miaz und Luis“ weiterlesen →
So wirklich gesagt haben sie es uns nicht. Weil: sie denken: zu klein. Zu dumm. Zu nah dran. Wir aber wissen es ohnehin. Man sieht es doch. Ihr Gesicht ohne Farben, ihre Stimme so mager. Hände, die nichts festhalten können. Wir fragen nicht. Du fragst nicht, weil: du wirklich noch sehr klein bist. Aber deine Blaukugelrundaugen sind jetzt noch runder. Du isst zuviel Karotten und Paprika. Ich frage nicht, weil: ich keine Antworten will. Keine Sätze, die sich um das Unaussprechliche winden wie bunte Papiergirlanden. Wie Ketten aus rosa Traubenzucker. Die dann aber abfallen, sobald ihr euch umgedreht habt.
Nichts warnt euch, als wir in den Wald gehen wie Hänsel und Gretel. Weil wir keine Brotkrumen hinterlassen wollen, damit wir gefunden werden. „Eines zuviel „ weiterlesen →
… eine Kostprobe aus ihrem prämierten Manuskript gab´s in unserer letzten Sendung zu hören.
Wer sich für die Buchprojekte von Margarita Kinstner (Hauptpreis) und Sandra Niermeyer (Sonderpreis Literatur für Erstleser/innen) interessiert, der kann die Seite des Jugendreferats Steiermark besuchen – dort findet man alle Infos sowie einen Link zur Preisverleihung samt Lesung und Laudatio.