….findet dieses Jahr auf der Lassnitzhöhe statt – kommendenSonntag (13.10.2013)
Wir starten um 14:00 – Treffpunkt ist um 13:30 vor der Kirche.
Wir raten allen Gästen, Graz rechtzeitig zu verlassen (denn es droht der Marathon-Stau). Oben auf der Lassnitzhöhe ist die Luft klar und rein – und wir wandern ganz gemütlich. Dieses Jahr gibt es übrigens 2 Debüts und ein fertiges Manuskript eines Autorenpaars zu feiern. Und Kuno Kosmos, der Sieger der Kärntner-Steirischen Landesmeisterschaften im Poetry Slam, rockt wieder das Publikum. Lassen Sie sich überraschen – und nehmen Sie sicherheitshalber die Schneeschuhe mit. Genießen Sie die frühherbstliche Höhensonne und lauschen Sie Literatur vom Feinsten.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
P.S: Wettercheck am Mittwoch: Die Prognose für Sonntag auf der Lassnitzhöhe: 16 Grad und Sonnenschein!!
Es ist ca. 16:20. Co-Moderator Andi Pianka kommt am Standort an und bemerkt dort einen Werbestand der Zeugen Jehovas. Er ist erleichtert, denn letztes Jahr befand sich am selben Standort ein Werbestand der FPÖ (welche sich damals vom Slam bedroht fühlte -> siehe den Bericht vom vorjährigen Bus-Bim-Slam im 22.). Er denkt sich: Glück gehabt, heuer harmloser, da kann also wohl nichts Ähnliches passieren.
Es ist ca. 16:30. Co-Moderator Andi Pianka bemerkt das „traditionelle“ gelbe Fahrrad herannahen. Die Radfahrerin müht sich am letzten heftigen Bergauf-Stück (was A.P. an den heftigen Aufstieg bei der Tour-de-France-Etappe Richtung Alpe d’Huez erinnert) ziemlich ab, schafft es aber doch. Zur exakt gleichen Zeit kommt von der exakt entgegengesetzten Richtung (zu Fuß) Clara Felis, der wir diese so wertvolle Lastenradhilfe der „Heavy Pedals“ überhaupt zu verdanken haben. Ein ganz, ganz, ganz großer Dank an dieser Stelle!!!
Die ersten Texte und Zeichnungen des BRG Judenburg für den poeTree. Noch sind die Einsendungen nicht freigeschaltet, aber man kann auf dem poeTree-Blog schon mal schauen, wie das Ganze im Netz aussehen wird!
Am 8. Mai startet der GRAUKO-POETREE in Judenburg am Hauptplatz Nord. Schüler und Schülerinnen des BRG Judenburg eröffnen um 10:00 mit selbst verfassten Texten
Am 11. Mai findet vor dem Baum eine GRAUKO-Lesung statt – Beginn: Voraussichtlich 11:00.
Wenn auch Sie Texte einsenden möchte, die auf dem Originalbaum hängen sollen, dann senden Sie ein Mail an: rentsnik@yahoo.de
Die Texte kann man ab Mitte Mai hier lesen und pflücken:
Was bedeutet Heimat? Wie sehr werden wir von unseren Wurzeln beeinflusst? Wie wirken sich Landschaft und Sprache auf die Menschen einer Gegend aus – und beeinflusst das eine das andere? Diesen Themen stellt sich Margarita Kinstner in den 3 Monaten ihrer Zeit als Artist in Residence in Judenburg. Das Aichfeld ist für sie Konfrontation mit der frühen Kindheit. Die Sprache hier jene, die sie zuerst wahrgenommen hat. „Da bricht vieles auf. Viel Einbildung und viel Realität“. Mit den Erinnerungen ist es wie mit den Geschichten. Bei beiden weiß man nie, wo die Wahrheit endet und die Legende beginnt. In ihrem Romanprojekt mit dem Arbeitstitel „Die Schmetterlingsfängerin“ verarbeitet sie Erlebtes, Erzähltes und Erfundenes. Das Schreiben ist für sie wie das Spiel mit einem Kaleidoskop. „Du drehst daran – die Realität zerfällt in bunte Splitter. Du drehst weiter. Etwas Neues entsteht. Die Glasstücke sind dieselben, die Figur ist eine gänzlich andere.“
Fohnsdorf, Judenburg. Wien, Kanada, Schweiz, Graz. Das sind die Schauplätze. Margarita Kinstner nähert sich in ihrem Roman vor allem den Frauen der Familie: Katharina, Rosa, Magda und Katja.
Immigration, Krieg, Emigration. Bleiben. Familiengründung, Hausbau. Waschmaschinen, Einbauküchen, Nivea-Creme. Luftpost, Kartenspiel, Kleiderkartons. Kohle, Motorräder. Unfälle. Kommunen, Demonstrationen, Verhaftungen. Scheidungen, Umzüge, Patchwork. Zerrissenheit. Begegnungen, Trennungen, Neuanfänge. Abschiede. Heimat und Heimatlosigkeit. Eine Familie – (fast) wie jede andere in Österreich. Auf dem Blog der Autorin kann man ihre Recherchearbeit sowie ihre Begegnung mit Judenburg und dem Aichfeld verfolgen.
Um Literatur auch im öffentlichen Raum sichtbar zu machen, betreut die Autorin einen Monat lang den „GRAUKO poeTree“ am Hauptplatz Nord. Ein Literaturbaum zum Pflücken und Bestücken, der einen Monat lang nicht nur JudenburgerInnen einladen soll, Texte auf den Baum zu hängen und zu pflücken. Literaturbegeisterte können auch virtuell Texte hochladen, die dann auf den Baum gehängt werden. Texte vom Baum wiederum können am Blog nachgelesen werden. Einsendungen an: rentsnik@yahoo.de oder über das Kontaktformular auf der Website der Autorin.
Die Welt ging also nicht unter. Gott sei Dank!!!!!
Und es ist ja nicht so, dass unser Roman jetzt nicht mehr funktioniert. Unterirdische Einkaufszentren, persönliche Untergänge und Lifte, die stecken bleiben, wird es immer geben!
Danke an alle Gäste, die trotz Weltuntergangspanik, Tote Hosen-Konzert und Weihnachtsstress gekommen sind.
Die Live-Schaltung von der UniGraz zum Andreas Hofer Platz hat einwandfrei funktioniert – August Becker berichtete live vom Geschehen und via Handy konnten wir immer wieder einen Eindruck davon bekommen, was sich vor den Pforten des SubSup abspielt.
„Hier ist die Hölle los, Frau Unger, aber nicht weil die Wekt untergeht, sondern weil die Welt hinunter geht! Es gibt hier völlig überraschend einen hell erleuchteten Eingang zu einer unterirdischen Einkaufs-Wunderwelt! Angeblich die größte Euopas! Sie nennen es SubSup, das Subterrane Superzentrum! Alle Leute wollen da hinein, die Schlangen stauen sich zurück bis zum Jakominiplatz! Gerüchtehalber soll die Eröffnung wegen des Riesenandrangs vorverlegt werden. Ah, ich sehe gerade unseren Bürgermeister kommen – gleich geht´s los!“
V. Unger
Und dann war August Becker auf einmal weg, nicht mehr zu hören und das Radio berichtete von eindringenden Wassermassen. Eine besorgte Moderatorin (Veronika Unger) führte durch die Lesung und versuchte immer wieder Kontakt mit Becker herzuestellen. Bange 2 Stunden waren es.
Alex Kumer liest Stefan
Die Autorinnen und Autoren schienen sich entgegen gar nicht um den Becker zu kümmern, sondern stellten derweil ihre Protagonisten vor, die in eben diesem Augenblick mit Becker im Lift feststeckten. Aber wie Isolde Bermann schon sagte: Zuviel verraten wurde noch nicht. Denn wir wollen das Buch ja noch verkaufen, wenn es einmal fertig ist. Und wer kauft schon ein Buch, wenn er im Vornhinein weiß, wie es ausgeht?
Die ZuhörerInnen nahmen teil an den persönlichen Untergängen – und wurden in die emotionale Welt der Handelnden hineingezogen.
„Da entstand sofort ein ganz starkes Bild“ meldete eine Leserin mit. „Ich sah sie direkt vor der erkalteten Heizung sitzen“.
Vor allem der perfomative Charakter der Lesung kam an. „Weltuntergang war nicht so viel dabei“, meinte einer. Denn unser August Becker hüpfte am Ende der Veranstaltung auf die Bühne und… die Uni stand auch noch, sodass das vegane Buffet samt Mayatempel doch noch gegessen werden konnte.
Und wie gesagt: Unser Roman ist ja kein reiner Weltuntergangsroman und funktioniert auch ganz ohne Maya-Kult. Denn Konsumgier, persönliche Untergänge und Lifte, die stecken bleiben, wird es immer geben!
Michael Brantner
Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich Mag Franz Stangl vom UniGrazMuseum, denn ohne ihn, hätte diese Lesung nicht stattfinden können!!!!!! Wir danken auch Michael Brantner, ohne dessen spooky-Gitarren-Begleitung die Lesung nur halb so spannend gewesen wäre. Weiters danken wir Thomas Wollinger für seinen Einsatz als August Becker und seine Fotos.
Wir wünschen ihnen und allen unseren Fans eine glückliche neue Maya-Periode (denn die hält bestimmt länger an als das Neue Jahr!)
Und wenn wir wieder einen Weltuntergang feiern wollen, warten wir einfach auf das Ende des Azteken-Kalenders!