Margarita Kinstners Debüt-Theaterstück in Graz

Liebe Grauko-Freunde und Freundinnen!

Ich freue mich sehr, zur Aufführung meines ersten Theaterstückes einladen zu dürfen.

„Der Sturz der Möwe“ (>Beschreibung)

Am 13. und 14. März im Literaturhaus Graz, Beginn jeweils um 19:30

Kartenreservierungen unter: kontakt@ensemble21.at

Letzte Überarbeitung im Hause Kosmos

Neujahrsvorsätze sollte man am besten gleich Anfang Jänner durchboxen – Deswegen setzen wir uns am 3.1. gemeinsam in das Wohnzimmer von Kuno Kosmos, denn dort gibt es einen Beamer. Vorab hat jeder den Roman selbst noch einmal gelesen, nach Fehlern durchforstet, die eigenen Stellen überarbeitet. Gemeinsam werden Fehler ausgebessert, wird manches, das zu lang ist, gekürzt. Kuno färbt alle Änderungen in Grün ein, damit unser krankes Mitglied Isolde im Nachhinein nachverfolgen kann, was wir getan haben. Nach einer weiteren Woche, die jeder zur Freigabe hat, werden die Änderungen wieder umgefärbt und Kuno lädt alle Schichten in eine Datei. Das Manuskript ist fertig.

Wir lesen in Wien – am Sonntag, 9.11. 2014

ALSO | ADiDO

img_2108Das Grazer Autorinnen und Autoren Kollektiv – kurz: GRAUKO – entstand vor 15 Jahren nach einer Schreibwerkstatt. Seitdem wurden einige gemeinsame Projekte realisiert und fanden unzählige Lesungen im In- sowie im Ausland statt. Die Gruppe versteht sich  hauptsächlich als Ort des Feedbacks und der Freundschaft. Von den einzelnen Mitgliedern erschienen Publikationen in Literaturzeitschriften  und Anthologien sowie Einzelpublikationen. Einmal im Jahr kommt das Grazer Autorinnen und Autoren Kollektiv ins Café Anno, um dort neue Texte zu präsentieren.

nähere Infos zu GRAUKO auf: https://grauko.com/

Es lesen:

Isolde Kerstin Bermann, Grazer Literaturpreis, Veröffentlichung in Anthologien und Literaturzeitschriften (zB Lichtungen)  //  Maria Edelsbrunner (diesjährige Preisträgerin des „Wortschatz“)  //  Peter Heissenberger (zahlreiche Literaturpreise, u.a. Dombrowski Preis, Theodor Körner Preis, Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift & Radieschen)  //  Margarita Kinstner Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift & Radieschen. Ihr Debütroman schaffte es auf die Shortlist des Rauriser Literaturpreises sowie des Alpha Literaturpreises 2014.  //  Kuno…

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Die Schichten neu montiert

Länger als unsere Protagonisten steckten wir selbst fest. Im Lift. 

Schon voriges Jahr tat sich eine Idee auf, sie Liftszene komplett neu aufzubauen. 7 Stimmen – so gut uns die von den einzelnen AutorInnen ausgearbeiteten Szenen gefielen – waren einfach nicht zu montieren. Als LeserIn verläuft man sich unweigerlich im Gedankendschungel, vor allem, wenn wir Wiederholungen vermeiden wollten. Auch verließ uns Stefan, so wurden aus sieben Protagonisten sechs.

Kurz und gut: Streichen aller Liftszenen, Beginn von Neuem. Kuno Kosmos traute sich über die siebente Schicht – die nun den Rahmen bildet. Seit zwei Wochen sind wir wieder guter Dinge und frohen Mutes, das Romanprojekt nun doch beenden zu können. Die 7. Schicht bildet eine Klammer. „Die sind immer noch drin“, so lautet das Motto, nun, da es ans Montieren und Überarbeiten geht. Interferenzen nicht ausgeschlossen.

Die Romanrettung ist gelungen, im Hause Kosmos wurde mit Sekt angestoßen.

 

 

Gewalt ist keine Lesung am 1. April

Am ersten April werden die Leute gern aufs Korn genommen –  aber bitte nehmt uns ernst! Denn Gewalt ist keine Lesung, auch nicht diesen Dienstag, wenn die Grazer Lesebühne mit Kuno Kosmos, Mario Tomic, Christine Teichnmann und Klaus Lederwasch wieder in die Freie Galerie in der Paulustorgasse 6 einzieht. Gast ist diesmal ein „ehrenwertes“ GRAUKO-Mitglied: Margarita Kinstner.

Beginn ist 19:00, kommt zahlreich, das Format ist wirklich ein kurzweiliges und unterhaltsames. Bei Lesebühnen passieren Dinge, die sonst nicht so leicht zu sehen sind, Texte und neue Formate werden erprobt und auf das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes losgelassen. Das rockt, wie man so schön sagt.

Und schön warm ist es ja jetzt auch, da gibt es also keine Ausrede mehr. Gegen Pollen verteile ich legale Drogen, über Wirkung und unerwünschte Nebenwirkungen der Texte informieren Arzt (Kuno Kosmos) und Apotheker (Mario Tomic).

Bildschirmfoto 2014-03-30 um 20.58.06Gewalt ist keine Lesung

am Dienstag, 1. April 2014 um 19:00

Freie Galerie, Paulustorgasse 6, Graz

 

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Kuno Kosmos & Margarita Kinstner

Kuno Kosmos gewinnt schon wieder

Was macht man so als Neo-Grazerin? Als Wiener Mädel, das es nach Graz verschlagen hat – als Literatin? Nun ja, man kann sagen, was man will, es gibt vielleicht keine echten Wiener Kaffeehäuser (wie ein Grazer mir gegenüber bemerkte), dafür gibt es die Kombüse. Eine kleine, bunte Holzhütte am Eingang bzw. Ausgang des Stadtparks – je nachdem, aus welcher Richtung man kommt. Eine kleine runde Holzhütte, benannt nach der Schiffsküche. Deswegen fordert Mario Tomic, der legendäre Kombüsen-Slammaster, gemeinsam mit den Zusehern die Literaten mit einem lauten „Schiff Ahoi!“ auf die Bühne.

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Die Gattung Poetry-Slam kannte ich ja schon sehr gut.  Den besten Wiener Slam (Achtung! persönliche Meinung!) sieht man im rhiz unter den Gürtelbögen. Die Stimmung dort ist immer hip und cool, der  unter der U6 gelegene, leicht abgefuckte „Saal“ immer voll.

Gut, die Kombüse ist kein Saal und U6 gibt es hier auch keine. Braucht es auch nicht, immerhin hat Graz bedeutend weniger Einwohner – möchte man meinen. Wer jedoch heute Abend in der Kombüse stand, wird morgen vielleicht bei Tageslicht nachschauen gehen, ob nicht doch die „Nähte“ (oder wie immer man das bei einem Schiff nennt) aufgegangen sind. Denn das Publikum platzte aus allen Türen. Drinnen war´s heiß und stickig, draußen schweinekalt und wer – so wie ich – nahe der Türe stand, bekam einen kalten Popo (denn nur zum Fenster will man ja doch nicht reinschauen, man will ja vor allem eines: hören). Die Stimmung war höllenheiß, der Körper heiß-kalt – und trotzdem: Ja, es war gemütlich! Eine Mischung, die man nur hier findet – vielleicht ist es das südliche Flair, dass man hier näher zusammenrückt und auch die Scherze des Slammasters nicht persönlich nimmt. Irgendwie wird hier weniger gestritten und gemault als in Wien, wo jede zweideutige Zusammenfassung diskutiert und jede Entscheidung beim Applaus-Voting prinzipiell immer in Frage gestellt wird.

Mario Tomic steht da – mit Kapitänsmütze und Schlagobers bewaffnet. Das sprüht er jenen Slammern, die ihre Zeit von 5 Minuten überziehen, beinhart in den Mund. Oder aber, er stopft ihnen eine Banane rein – so wie unserem lieben Kuno Kosmos in der ersten Runde. 300 Jahre Geschlechterkampf und Genentwicklung (Männer müssen bluten, die Frauen entdecken dafür Amerika neu!) brauchen ihre Zeit. Das Publikum entscheidet per Applaus-Voting: Kuno Kosmos zieht mit 4 weiteren SlammerInnen ins Finale ein.

Da steh ich also in Graz. Und bin auf meinem ersten Grazer Slam (nein, nicht ganz, den Minoriten-Slam besuchte ich schon, aber das war vor mehr als 4 Jahren  –  und weder war damals Kuno Kosmos  ein Grauko-Mitglied noch war ich Einwohnerin dieser Stadt). Und schon erlebe ich einen kosmonautischen Sieg! Da reisen extra die Kapazunder aus Wien an, um es den Grazern zu beweisen (Und die waren schon gut, immerhin kamen alle 4 ins Finale), aber das Rapunzel fährt eben doch – in leicht veränderter Form, kommt diesmal sogar Gott höchstpersönlich zu Wort. Kuno Kosmos rockt die Kombüse und das Publikum rockt mit. Auch noch nach dem Text, denn ich stand am Rande (eben bei dieser Tür, an der mein Popo kalt wurde) und habe es live beobachtet, wie lange die ZuhörerInnen noch nach jedem Satz ein gehauchtes „Baby“ anhängten.

Man muss eines dazu sagen: Bis auf die Leobener Slam Legende Tschif war das Publikum jung. Sehr jung. (So jung, dass ich mir schon alt vorkam.) Und auch die SlammerInnen waren es. Wie der junge Neil Young damals ja auch (Zitat Kuno). „Das, was Ende der 60er in der Musik passierte, passiert jetzt in der Literatur, und ich bin froh, das noch aktiv erleben zu können“, strahlt der glückliche Gewinner und schwenkt seinen Preis (einen riesigen Schinkenspeck, den er hoffentlich beim  GRAUKO-Brunch mit uns teilen wird).

Und wenn mich jetzt noch jemand mit erschrockenen Augen und weit aufgesperrtem Mund ansieht und fragt, wie in aller Welt man auf die Idee kommen kann, von Wien nach Graz zu ziehen, dem entgegne ich eines: Als Schriftstellerin  lebst du gut in Graz. Immerhin bin ich erst seit Donnerstag hier – und dies war schon der 3. literarische Abend. Und heute ist erst Dienstag!

GRAUKO liest in WIEN

Einmal jährlich ist das Grazer Autorinnen und Autoren Kollektiv ins Wiener Café Anno eingeladen um beim AnnoLiteraturSOnntag (kurz: ALSO) seine neuesten Texte zu präsentieren. Kommenden Sonntag – am 10. November 2013 – ist es wieder soweit. Es lesen: Isolde Bermann, Maria Edelsbrunner, Peter Heissenberger, Margarita Kinstner, Kuno Kosmos, Alexandra Kumer, Ute Schlerath, Veronika Unger und Thomas Wollinger.

Ort: Café Anno, Lerchenfelder Straße 132, 1080 Wien

Zeit: So, 10. 11. 2013, 20:00

Wir freuen uns auf unsere Wiener Freunde und Freundinnen!

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nähere Infos zum AnnoLiteraturSOnntag unter http://annoliteratursonntag.wordpress.com/