Secret Lover Industry

She works for the Secret Lover Industry,
the SLI,
creeps out at night to do her job in
cheap hotels, or luxury ones
– depending –
meeting him at
secret corners,
secret park benches
on a rainy day,
in foggy nights.
She works with more or less delight.
Her code name is ‘business meeting’,
‘sports club’, ‘traffic jam’,
‘exhaustion’.
Her working dress is stunning,
her lip-stick less deceptive
than a contraceptive.
She’s always needed, when she is there.
Her rewards are flirtations, sex,
or bar-seat-chats, a ride into the
country-side, a bundle of
compliments to feed on
in lonely nights.
Her contract may expire,
but never her desire for
the man she will never earn.
Their love is not meant to
be sanctioned, by the church,
or children, if they knew,
by spouses, who pretend
to have no clue.
But there she walks, or takes the bus,
the tube, the tram, or even plane,
clinching to her hand-bag filled with contraceptives,
make-up, tissues – for potential
break-ups.
She works in the most unexpected places.
Sometimes her work is art, when she
mends lonely heArts with pieces of
her own that will never be replaced.
She works for the Secret Lover Industry,
like so many others, who could not
find a better job, or did not want to,
or never cared, or had no choice.
They are Love’s outcasts, Love’s slaves,
Love’s part-time-only.
But they are devoted and
sometimes, sometimes,
they are truly loved.

Vortex

(W)VORT(D)EX

(Am Anfang war das Wort)

What vortex of images and sounds

My brain contains

Like a tornado it sweeps across my

Mental landscape and

Leaves me unsettled

Off the coast and off the

Shores ship-wrecked in my

own cacophonious songs

I drown in my bewilderedness

of silent dissonance

I burst my lungs with

vocal disasters

my chest explodes

explodes

I  ->  dIe(ye)

no sign

no song

remains

but

in my dreams I shelter opera stars

haunted by Verdi, the  good old chap,

lurking

behind the curtains

“Applause” “Applause”

ClapClapClapClapClapClap

“Bravo”

I scream:

“Ice cream“

I laugh

And fill my lungs with air

I look at the sky and

suck in the atmosphere and

shout:

B L U E

And the sky reddens

And darkens

And the stars shine

And speak to me of

Their existence in the distance

And I see each of them

Children of the Evolution

Blasted too

And I start  out  to eat them and

Taste their  Milky Way substance and

Giggle and get hungry for the planets

And I eat them too:

one by one, two by two, by three

Mercury

Venus

Earth, Mars

Jupiter, Saturn

Uranus, Neptune, Pluto

SUN I ate you too

MOON, how I loved you!

And everything stops spinning

And       everything    succumbs

And everything disappears

Into the vortex of

Images

and

Sounds

I

D

R

O

W

N

© Martina Pfeiler 2002

Das war schon ein komisches Gefühl …

Das war schon ein komisches Gefühl, als ich ihr sagte, dass ich sie betrogen hatte. Ich kann nicht unbedingt sagen, dass es mich sonderlich viel Überwindung gekostet hatte, aber irgendwie war das schon auch neu für mich. Ich meine, ich hab das schon länger gewusst, dass ich es ihr sagen würde, aber geplant, wann, wie, warum eigentlich es ihr überhaupt sagen, nicht wirklich. Aber sie hätte das irgendwann sowieso herausgefunden. Also warum ihr das nicht selbst sagen. Ist irgendwie auch einfacher jemanden mit solchen Dingen zu überraschen, als selbst von ihnen überrascht zu werden. Jemanden zu betrügen ist ja nicht gerade Weihnachten oder Geburtstag. Vielleicht aber manchmal genauso belanglos.
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Räuberschlacht oder das Rezept

Vor vielen, vielen Jahrhunderten, eigentlich nur vor vier Jahrhunderten und ein paar Dekaden, in einem fernen, aber bereits sehr modernen Land, gab es einmal einen unanständig attraktiven Joachim Jürgen Hans Peter Jochen und einen vollkommen unscheinbaren Boso. Beide ihres Zeichens Lehrlinge und in ihren Wanderjahren. Damals waren Wanderjahre wirklich hart, hatten meist nichts mit parteipolitischen Jahreszeremonien zu Beginn des Wonnemonats Mai zu tun, dauerten dafür aber umso länger. Joachim Jürgen Hans Peter Jochen und Boso hatten sich an einer Wegkreuzung ihrer Wanderjahre getroffen und schlugen gemeinsam nach kurzem Personalienexchange der Wegkreuzung ansehnlichstes Kind ein.
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Altes Rein und Raus

Mechthilde, Wiltrud und Thilo waren Synchronsprecher eines österreichischen Pornovideoringes. Davon wussten aber nur sie selbst und ihr Arbeitgeber. Amtlich war man Reinigungspersonal. Viel hatte man sich nicht zu erzählen, trug man doch die gleiche Alltagslast, wie jeder andere. Das ist so, altert man an. Rein ins Leben und irgendwann mal wieder raus. Man lauschte da lieber der Seufzerei Österreichs. Nur zuhören, gleichmäßiges Kopfnicken, kein Kommentar.
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Sommerexodus

Die Augenbrauen verloren ihre Sinnhaltigkeit. Der Schweiß rannte über die angespeicherten Haarbüscheln, links und rechts an ihnen vorbei und brannte schließlich in den Augen. Mit dem nackten Handrücken den Schweiß wegzuwischen war vergebens, da genauso voller nassem Salz und das T-Shirt sowieso schon durchnässt. Ein typischer Stadthochsommer eben. Nur aus den offenen Kellern der Altbauten kam so etwas wie ein Strom gruftiger Abkühlung. An den Kellerfenstern blieb ich auch gerne stehen und sah, wie die heißen Autodächer zu brennen schienen. Dann starrte ich in das dunkle Loch eines Kellers und der Teufel hätte unten sitzen können, um mich zu fotografieren, oder der Tod selbst um mich auszulachen, ich sah nur Schwarz, da die Pupillen atomisch klein. Sommerexodus weiterlesen

immer am sonntag

die tage sind lang
sehr lang
dauern
von nacht
bis nacht
bis nacht
immer lächeln
gelingt mir
nicht

die menschen
die kommen
sind seltsam

oft

viele kennen mich
sagen
ah sie zu sehn
wie ein sonnenstrahl

ich denke nicht darüber nach

ich gebe kaffee und kuchen
manchmal brot
öfter nichts
dann hör ich nur zu

dann schließ ich die augen
und höre zu

elli kommt immer
sie trägt ein gelbes stirnband
über die ohren rutscht es
drückt die frisur in den himmel

sie bringt eigene
papiersackerl mit
und sagt
man spart wo man kann
spart man
jaja
und ihre stimme
rutscht in den himmel
wie ihre frisur
jaja
so ein hübsches kind
jaja

der sonntag und ich
eine zweckgemeinschaft
geliebt und gehaßt
der sonntag haßt mich
das gefühl hab ich manchmal
er liebt mich auch
seltener
liebt er mich

wenn ich aufpasse
erkenne ich die menschen
wie sie auf und ab laufen
wie sie unsicher sind
wie sie nach ihrem geld suchen
wie sie nicht den unterschied kennen
zwischen cappuccino und melange

ich erkläre
ruhig
mit tiefer stimme

die frau
die alle preise wissen will
jeden einzelnen preis
dazwischen immer aha! sagt
mit dem finger
in die vitrine zeigt
und das? fragt
aha
und DAS?
ich erkläre
(ruhig
mit tiefer stimme)
dann
trinkt sie eine flasche bier
jedesmal
dieselbe
prozedur

sie trinkt bier und schaut grimmig
so grimmig
nur einmal
da hat sie gelächelt
als ich zu singen begann
in meinem leeren laden
nur sie und ich waren da
und das gebäck
und da sang ich
das heideröslein für sie
und da hat sie gelächelt
was grotesk wirkte
die linien um ihren mund
die harten linien
die sträubten sich
die wehrten sich
und als sie es bemerkte
da sagte sie
halt dein maul

und ich sang weiter
unbekümmert
bis sie ging.

© 2002 Lisa-Maria Lienbacher

Kellergedichte

lyrik aus dem dunklen keller I

scheint keinen platz
zu geben neben der säule
im innren vibriert sie still
und heimlich will sie ja
zerbrechen will und kann
nur nicht aus ihrer
haut aus glas
aus glattem glas.

 

lyrik aus dem dunklen keller II

im auftrag welches herrn
kassandra
meine seele
spielst du die
späherin
erhebst die stimme bebend
und gewichtig zeigst du
mir den rechten pfad?

vergebens sind die mühen
bäum dich nicht
auf sollst embryonengleich
verharren nein noch
kleiner leiser so
schweig still ja nicht
einmal dein herzschlag
darf noch sein du
seelchen wirst zum vakuum
es hört dich
niemand flüstern atmen
psch psch
liebes
gutes kind

© 2002 Lisa-Maria Lienbacher

im auge

I.

der zeitpunkt wahllos
an die andersartigkeit gerieben
schwankt der druck ein ausbruch
plötzlich einbezogen alles
wie gewichtlos mitgerissen ohne
selbst zu atmen füllen sich die
lungen dennoch träge widerständig
ein zuviel ist nicht genügend haltung
gibt es nicht mehr dehnung in
zu runden kreisen vorgesorgt
die töne auf der zunge
festgesetzt doch eh der mund
sich öffnet geht der schrei verloren

II.

sie aus mir gerissen jetzt
zwei silben nur bedrängen
fäden in mir rachenwärts
gerichtet eine reise nein
ein schritt aus mir die
lautheit nebensächlich
arme seitwärts an die linien
gelegt die einst gezeichnet waren
heute nur verwaschen von den
trüben blicken rot ummantelt wirble
ich elliptisch fasse nichts du
hilfst nicht weiter hand ich
wünsche mir ein fremdes
herz das ja sagt

III.

beizeiten neu:
entwicklung fange mich in momentaner
stille bevor die wieder
kreiselung bekannte luft mir in die
öffnungen der hülle drückt wie friedensreiche
hummeln: ausschwarm einzelner fragmente
zwanghaft weiterwerdend unentschlossen
einen ausweg suchend: kaum zu
fassen wieder in ein zentrum tauchen dort
sich sammeln und das innen
wie das außen machen wo die alt:
entwicklung früher war

IV.

in der ahnung: keinerlei
beachtung folgenschwerer schritte
die nicht selbständig mich führen:
gibt es doch den pol genannt das
auge meisterlich verborgen aber
greifbar dennoch nie in solchen
wirbeln umgekommen in der
ehrlichkeit mit roten fäden
festgedacht und eins geworden wie
die puppe hölzern tanzend mit
der hand des fremden was führt
mich in stillere gewinde?

V.

betäubt durch ein
gewissenhaftes später pläne
sickern sehen unbegründet
schattenbilder wiegen
die nie auf meiner seite
neigung nehmen unversucht
gelassen alles greifbar
nahe kaum gesichtet in
den umkreis mitgegeben bald
verschlungen selbstauflösung stück
für stückchen aufgenebelt denn so
willst du es in definierten
winkeln mit geraden summen
hallt sie lautlos wider.

© 2003 Lisa-Maria Lienbacher

Mein ganz persönlicher Fragenkatalog

Ich hätte da mal ein Anliegen.

Entschuldigen Sie, wenn ich störe,

aber mich würden da so einige Sachen interessieren.

Ich würde zum Beispiel gerne erfahren,

ob Sie die Augenfarbe Ihres besten Freundes kennen.

Oder ob Sie wissen, wieviel Stück Zucker

Ihre Großmutter zum Kaffee nimmt.

Ob Ihre Frau Rosen auch wirklich mag.
Mein ganz persönlicher Fragenkatalog weiterlesen

The Wait

I dream in the light of thy dying day

of soups and of milkshakes,

of comforting blankets

and of the freedom to choose the time of the dawn.

The night, it creeps up from behind a dark curtain

of roses and freedom,

and renders its loot,

drops the stars at your feet in the last breath of coming.

The coffee cups are ready, steaming

a yawn,

yielding the promise of a dawn to remember,

forever,

wherever that is.

I sit at the table armed with love for the dying

day and your body

wrapped in grass

and in leather, in the breath of a dream I have long stopped to dream.

The front door is tired of my looks, my desire

for you and the promise

of a warm cup of sand

in my fingers, my hands you have bound with your call.

On the rim of the wineglass

I can remember your fingers,

can remember your lips.

Wherever they are.

© eva, oct. 00

Ein Feen-Märchen

In der Nacht, in der ein Schwarzes Loch in unserer Beziehung auftauchte, erzählte ich dir ein Märchen über Feen.  Wie alle Naturphänomene war es anfangs schwer zu erklären, zu verstehen; es würde Monate und Jahre an Nachforschungen und Grabungen brauchen, mit Schaufeln und Löffeln und manchmal sogar mit Fingernägeln.

Kann die Blutkruste größer sein als die Narbe?
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Kaleidoskop

Ein Kaleidoskop

aus Wahrheit und Lüge, aus Bildern gemalt

mit dem Bedürfnis nach

Perfektion.

Ketten der Erinnerung

an deinem geistigen Bein,

und mit jedem Schritt in die Ferne verbreiten sie

ein Aufflackern von Erinnerungen aus Katzensilber.

Erkennende Verständnislosigkeit,

wichtige Zeichen, bedeutungslos,

ein Wollfaden im Labyrinth der

großen, ach so großen Welt.

Oft wünschst du, du könntest es abnehmen,

das Kostüm der Entfernung, den Panzer der Zugehörigkeit,

wie das Cape, den Zylinder des Gauklers,

in die Ecke geworfen nach dem Verlöschen des Scheinwerferlichts.

Doch sobald du ihn löst, den Verschluss, der das Cape hält,

du wie in Verehrung den Hut ziehst vor einem nicht immer gewogenen Publikum,

da trifft er dich ins Gesicht, ins Herz, ins Gehirn, der Novemberwind

des gewählten Exils.

© Eva, Jan. 99

Der Versuch

Mich hat gerade die Inspiration überfallen, ohne Warnung, mir fehlt es wohl an Tarnung,

oder an Konsequenz in meiner Existenz, was das Nichtstun betrifft.

Ich hab’s mir gerade bequem gemacht auf meiner Couch mit einer Tafel Schokolade,

der Film fängt gleich an, ich merk’s, wie ich mich entspann –

doch nein! – das kann doch sein, mir fällt gerade was ein,

überwindet die Balustrade in meinem Hirn.

Ich hab doch gesagt, ich schreib nie wieder was, denn ich kann es nicht,

ihnen gerecht zu werden, den Beschwerden des Seins und des Meins und Deins –

und schon gar nicht den unsren.

Und so hab ich es versucht, hab das Papier verflucht, die Stifte und den Computer,

wurde rot wie ein Puter, wenn mich jemand mal drauf ansprach,

auf meine Schreiberei, stammelte:

„Nicht das Gelbe vom Ei, und außerdem liegt grade mein Hirn brach.“

Doch nun sitze ich hier, trinke mein Bier, der Film fängt gleich an,

doch ich kann mich nicht konzentrieren, muss grad Verse sezieren

und Reime und Rhythmus und so… vielleicht geh ich mal aufs Klo

und schau, was man so tun kann gegen diesen Angriff der Inspiration,

vielleicht ist es ja ein Hohn, das Schicksal will mir was sagen, vielleicht,

dass es auf alle Fragen doch einen Antwortsatz gibt, der wahr ist, natürlich rar ist, doch völlig klar ist, wenn man es so bedenkt, wäre es doch verschenkt und alles im Eimer

bei der Familie Beimer!

Und so steh ich von der Muschel auf, hör auch zum Kuscheln auf,

und setz mich auf meinen hinteren

Sessel.

Ich hab’s so oft versucht, hab das Papier verflucht, die Stifte und den Computer,

wurde rot wie ein Puter, wenn mich mal jemand drauf ansprach,

auf meine Schreiberei, stammelte:

„Nicht das Gelbe vom Ei, und außerdem liegt grade mein Hirn brach.“

Doch wenn man’s recht betrachtet, Ausreden mal verfrachtet oder gleich ganz verachtet,

waren das alles nur lahme Entschuldigungen. Ab jetzt will ich keine Huldigungen,

aber auch keine Duldungen, ich will nur Schreiben, ganz dabei bleiben,

will sie fühlen, die Ketten aus Worten und orten die Gedanken, die sich übermütig ranken,

manchmal werd ich natürlich sicherlich schwanken, werd mich mit mir selbst zanken,

doch ich werd nicht aufhör’n, denn ich habe zu danken: Ihnen, verehrtes Publikum,

für’s Zuhör’n und Applaudieren, ich kriech auf allen Vieren

vor Ihrer Geduld und Toleranz, und ich verbeuge mich tief auch vor der, die grade noch schlief, dessen Nase lief, warum blicken sie schief? Das sind eben meine Gedanken, deren Bilder sich ranken. Sie schauen auf die Uhr? Wie könne Sie nur, wollen Sie sich zanken? Warten Sie auf dem Flur, bis ich hier fertig bin, dann biege ich Sie hin… Wo war ich gleich nur?

Ach ja: Auch DAS ist Literatur.

© Eva Kuntschner, November 2001

Was ich schon immer sagen wollte

Gestern fuhr ich mit der Straßenbahn,

da sah ein Mann mich an,

und dieser Blick gefiel mir überhaupt nicht.

Er schaute mir nämlich nicht gleich in die Augen,

sondern gaffte ganz dämlich zuerst mal auf meinen Busen,

auf alles unter den Blusen und Pullis und Hosen

mit einem ganz großen

und ungenierten Blick.
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Trojanische Geiß

Käthe Silbermann wünschte sich nichts so sehnlich, wie einen eigenen Raum zum Arbeiten, was darin begründet lag, dass sie das Büro mit ihren Kollegen Steg und Földerling teilen musste. Steg, brillant im Steuerrecht, war geruchs- und konturmäßig eine Zumutung an ihr ästhetisches Empfinden. Földerling sah seine Hauptbeschäftigung darin, als penibler Tyrann des Ablagesystems zu regieren. Die Kontakte mit den beiden hielt sie allerdings hauptsächlich deswegen streng begrenzt, weil die Kollegen jederzeit zur Produktion schlüpfriger Luftblasen bereit waren.
Trojanische Geiß weiterlesen

gemeinsam.

eine bildergeschichte

erstes bild:

er und sie sitzen auf einer bank. im park. händchenhaltend.

er, an ihrem ohrläppchen knabbernd, murmelt dabei schwüre ewiger liebe.

sie, augenlider auf halbmast, haucht ein widerständiges „aber“:

jetzt, ja jetzt, aber später, in jahren….?, gibt sie zu bedenken.

und läßt sich von ihm küssen.

immer, sagt er.

und: ewig.

er springt auf, reißt eine blüte aus dem tulpenbeet und kniet vor ihr nieder. als beweis. gemeinsam. weiterlesen

Grand Hotel Steirerhof Graz

Ein Stück österreichischer Hotelgeschichte

Leseprobe

Im Rahmen dieses Wettbewerbs ließ Mathilde Leb einen Teil der Gasträume im November 1958 neu ausstatten. Da bei der Neugestaltung von Gaststättenräumlichkeiten die steirische Volkskunst zum Zug kommen sollte, wurde für die Planung auf die Meinung von Volkskundlern und Kulturhistorikern Wert gelegt. Der von Mathilde Leb beauftragte Architekt Forenbacher hatte dem Raum durch den Einsatz von mattgrauem Nussholz mit reicher Profilierung und Wandarmen und Lustern aus Schmiedeeisen einen warmen Charakter gegeben. Stilechten Bilder mit ländlichen und bürgerlichen Trachtenfiguren aus der Zeit Erzherzog Johanns, ausgeführt von der Grafikerin Erika Pochlatko, gaben der neuen Gaststube eine besondere Note. Dem Gesamtkonzept entsprechend trug auch das Personal Tracht aus der Biedermeierzeit. Grand Hotel Steirerhof Graz weiterlesen